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Alle Jahre wieder... kommt die Viennale!

33 Jahre lang ist Wien's führendes Filmfestival völlig spurlos an mir vorübergegangen, aber seit ich mir 2010 erstmals Karten für die Viennale gekauft hab (eigentlich weiß ich gar nicht mehr was mich in jenem Jahr plötzlich dazu bewogen hatte), gehört sie zu den jährlichen Höhepunkten & Fixpunkten in meinem Veranstaltungskalender! Dass der Herbst ansonsten recht arm an Höhepunkten ist, das feuchtkalte Wetter dunkle Kinosäle ganz allgemein zu einladenden Orten macht, und die traditionellen Wiener Programmkinos insgesamt kulturell höherwertige Orte sind als die ubiquitären Multiplexe, leistet der Attraktivität der Viennale für mich sicherlich auch Vorschub. In wenigen Tagen beginnt in Wien die 51. Viennale, erst gestern abend hab ich mir das Programmheft geholt und bereits heute - mittlerweile hab ich ja schon etwas Übung im Durchforsten des Katalogs - meine Filmauswahl getroffen. Zunächst aber hier eine kleine Rückschau auf meine ersten 3 Viennale-Jahre: Bei meiner ersten ...

Ein gutes Jahr!

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Like all good things, even my "Endless Summer" eventually had to come to an end. After 2 weeks of beautiful weather upon my return back home, fall finally moved in with a big storm front which i seized for a good day of windsurfing down at "The (Neusiedler) Lake", making up for that one good day i missed out on the Columbia River in Oregon. I hadn't been on my surfboards for a while, so i had to do a little equipment check in my garden the day before. My green Fanatic Bee (a 264 litre freeride board) still suffered from a twice-broken nose, so the orange Fanatic Fly (a 258 litre wave board) had to be my weapon of choice -a board that i'd bought for the big waves, and not exactly the perfect choice on a choppy day at the lake. So when me & my pal Klaus (whose last windsurfing experience had been almost 2 decades ago) drove down to Podersdorf the next day, we took out & shared a 160 litre F2 Viper rental board and a 5.7 sail instead and after try...

No Room for Gloom

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Natürlich stellt man sich die Frage, ob man nach einem halben Jahr im Ausland - speziell in Amerika - den "Blues" hat wenn man zurückkommt. Ich muss ja gestehen dass ich gerne noch einen Monat in Missoula angehängt hätte, und wäre meine finanzielle Situation etwas besser gewesen, hätt ich es vermutlich auch gemacht. Aber auch wenn ich in knapp einem halben Jahr nicht einen einzigen Tag "Heimweh" verspürt habe, war ich doch irgendwie reif für die Rückkehr. Abgesehen von Missoula hab ich nämlich (trotz zweimaligem Verlust meiner Kreditkarte!) praktisch meinen gesamten Reiseplan so verwirklichen können, wie ich mir das vorgestellt hatte, und darauf blicke ich fast mit ein wenig Stolz zurück. Ein grosses Dankeschön gebührt auch all meinen Reisepartnern, -gastgebern und -bekanntschaften, die dies oft erst möglich gemacht haben und die Reise zu dem gemacht haben was sie war. Und es hat mir auch sehr viel Freude bereitet, diese Reise hier mit Euch teilen zu dürfen, selbst...

"Via Chicago" (Week 24)

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"I'm coming home, i'm coming home... via Chicago" a world-weary Jeff Tweedy, lead singer of the critically acclaimed rock band Wilco , mumbles into my ear, while i'm sipping on a glass of Pinot Gris on the 96th floor of the John Hancock Center, Chicago's highest building until the construction of the Sears Tower (now officially called the Willis Tower , but Chicagoans don't seem to care). Wilco: Nels Cline, Pat Sansone, Al Jorgensen, Glenn Kotche, Jeff Tweedy, John Stiratt Wilco's music captured both, the melancholy of leaving this exciting place and the longing to be home with my friends & family. And Wilco are from Chicago - just as Calexico have been my soundtrack to the Southwest, Wilco have been my "sonic shoulder to cry on" in the North- & Midwest. Both bands have been around for years, have consistently put out quality records, and therefore built a loyal fanbase, which i consider myself part of. They highly value traditional ...

"Who stinks now?"

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Chicago is often described as one of the most "American" cities, and that certainly holds true when it comes to Chicagoans' enthusiasm for baseball. The city is home to 2 baseball teams, and while the Chicago Cubs may not be the most successful team in the Major Leagues, they are certainly the team of hearts, and their home stadium, Wrigley Field (yes, named after the chewing gum) is one of the few remaining "classic" American ballparks. Located smack-dab in an urban neighbourhood called "Wrigleyville" (chockablock with Cubs-themed bars) it may be smaller than some of the ultra-modern ballparks i've visited before, but what it lacks in size, it certainly makes up in charm & atmosphere! (for example, they play good old-fashioned swing & jazz music between innings instead of the generic pop used at other stadiums). American travel writer Bill Bryson, who described going to a Cubs daygame as "one of the last remaining adventures in Amer...

The Empire Builder! (Week 23)

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Mit AMTRAK'S Empire Builder stand mir zum krönenden Abschluss meiner Bahnreisen die längste Zugfahrt in den USA bevor. 46 Stunden - 2 volle Tage und Nächte - dauert die Reise von Seattle nach Chicago! Dass ich Zwischenstopps in Leavenworth & Glacier Park eingelegt hatte, machte die Reise aber recht kurzweilig und auch leichter zu verdauen, da ich so nur 1 Nacht im Zug verbringen musste (ich fuhr ja "nur" CoachClass und nicht im Schlafwagen). Und ich hatte auch selbst für ein bisschen Nervenkitzel gesorgt: am Montag hatte ich nämlich in Glacier Park meinen Zug verpasst! Beim Frühstück im Two Medicine Grill hatte ich mich ein bisschen vertrödelt, und als ich anschliessend aus dem kleinen Bahnhof eilte, sah ich nur noch den Zug davonfahren! Nun, es gibt sicher schlimmeres als eine weitere Nacht im Glacier Nationalpark zu verbringen, aber damit brachte ich mich in eine heikle Situation: mein USA Rail Pass lief nämlich am Dienstag um Mitternacht aus, und die Bedingungen...

9/11 in Big Sky Country!

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10 Jahre ist es jetzt also her, dass Al-Quaida-Attentäter im Kamikaze-Stil in New York's Twin Towers flogen... wenn ich daran zurückdenke, kommt mir heute noch die Gänsehaut. Ich schob an jenem Nachmittag Dienst in der Notrofzentrale von Mondial Assistance , und kam gerade rechtzeitig ins Büro nebenan, um auf einem kleinen TV-Gerät den 2. Flieger in den Turm krachen zu sehen. Es war so surreal, dass ich meinen Augen kaum traute - bis dahin hatte man ja noch einen Unfall vermutet, doch das sah eindeutig nach Absicht aus! In den Jahren darauf, als die USA vergeblich nach den weapon of mass destruction im Irak suchten, wuchs der Antiamerikanismus und so manches Grossmaul meinte, die USA hätten sich 9/11 "verdient" (als ob all die Feuerwehrleute irgendwas für die Politik ihres Landes könnten!) Es gab auch Leute, die Verschwörungstheorien anhingen, wonach George W. Bush und sein Clan all dies eingefädelt hätten um an die Ölreserven des Irak zu kommen... c'mon, gimme a b...