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Stylish Seattle (Week 21)

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Wenn man Portland & Seattle, die beiden Metropolen im Pacific Northwest, miteinander vergleicht, ist es nicht einfach einen Sieger zu küren. Auf den ersten Blick haben sie dieselben Vorzüge (hohe Lebensqualität, zahlreiche Outdoor-Möglichkeiten, ausgeprägte Bier- & Kaffeekultur), aber bei genauerer Betrachtung hat Seattle, die grosse Schwester, doch immer ein Stückchen die Nase vorn! Dass Seattle direkt am Meer (bzw. der Bucht des Puget Sound ) liegt, ist immer ein "added bonus" - auch wenn Portland nur 1 Stunde vom Meer entfernt ist und ich mich von der Schönheit der Oregon Coast selbst überzeugen konnte. Portland hat aber auch nicht die Skyline Seattles und die Schutzpatronin Portlandia kann man nur anschauen, auf Seattle's Space Needle jedoch immerhin hinauffahren (worauf ich allerdings verzichtet habe; das Restaurant oben soll - ähnlich unserem Donauturm - nix können und in Chicago wartet ja noch das höchste Gebäude der USA auf mich). Und Seattle's "H...

"Grunge is dead, Baby."

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Die Schnulze "Schlaflos in Seattle" mit Tom Hanks & Meg Ryan aus dem Jahre 1993 ist wohl der erste Film, den die meisten mit Seattle, der Hauptstadt Washingtons (Washington State, wohlgemerkt) in Verbindung bringen würden. Ich denke bei Film + Seattle jedoch in erster Linie an "Singles" ( "Gemeinsam Einsam" lautete der etwas unglückliche deutsche Zweittitel), eine heiter-melancholische Beziehungskiste aus dem Jahr davor (1992), die das Single-Leben einiger Mittzwanziger in Seattle beleuchtet, und es vor allem durch die Filmmusik schaffte, den Zeitgeist der frühen 90er zu treffen. Das Zauberwort hiess damals Grunge , und Seattle war das pulsierende Herz dieser Bewegung. Begonnen hat alles mit Nirvana's "Smells like Teen Spirit" , bekannt auch als das Video mit "dem Alten und dem Besen", indem die Grunge-Pioniere eine kleine, schäbige Turnhalle in ein Moshpit verwandeln. Ich kann mich noch daran erinnern, als ich zu Schulzeiten...

The Gorge & More

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Wes & Shelley Rogers, meine Gastfamilie in Portland, waren schwer beeindruckt als ich Ihnen schilderte was ich bereits alles in den USA gesehen hatte, bevor ich bei Ihnen in Oregon ankam. "You've hit all our favourite spots!" meinte Wes begeistert, und ich freute mich im Stillen über das Kompliment. Immerhin hatte ich beträchtliche Zeit in das Vorbereiten meiner Reiseroute(n) investiert. Schon Monate vorher, ab dem Zeitpunkt da die Reise mehr oder weniger feststand, hatte ich mich intensiv meinen Reiseführern gewidmet und viele Orte bereits im Kopf besucht. Für den 2-wöchigen "National Park Loops" mit Martin & Dieter hatte ich sogar einen Masterplan erstellt und den beiden per email zugesandt. Die beiden waren anfangs nicht ganz glücklich damit - Martin bevorzugt eher den laissez-faire Reisestil (quasi sich herumtreiben und treiben lassen) und lässt sich lieber von einer Destination überraschen als vorher schon alles zu wissen; Dieter wiederum reist ger...

"Keep Portland Weird!" Week 20)

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Call it what you want: PDX , Stumptown , oder City of Roses ... Portland ist ein ziemlich cooles Pflaster. Ursprünglich ein Epizentrum der Holzfällerindustrie und daher mit dem wenig schmeichelhaften Spitznamen "Stumptown" (aufgrund der vielen gefällten Bäume) versehen, steht die grösste Stadt Oregons heute für alles coole, liberale & vorwärtsdenkende in den USA. Portland gilt neben Seattle als eine der lebenswertesten Metropolen des Landes und hat sich trotz des kontinuierlichen Wachstums einen gewissen hemdsärmeligen Charme behalten. Die Bewohner sind hilfsbereit, freundlich & offen - das durfte ich bereits letzten Dezember in einer Starbucks Filiale in Wien am eigenen Leib erfahren - dort traf ich nämlich meine Gastgeber Wesley & Shelley Rogers zum ersten Mal! Sie waren über Weihnachten zu Besuch bei ihrer Tochter, die für eine christliche Organsation in Slowenien arbeitet, und unternahmen an jenem Tag gemeinsam einen Ausflug nach Wien. Und da die Tochter einig...

Wiedersehen in Elk Grove!

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Mit Sacramento , einst Ausgangspunkt des Goldrausches und nun Hauptstadt Kaliforniens, konnte ich nach Los Angeles, San Francisco, San Jose, Oakland & San Diego nun auch die letzte Metropole Kaliforniens als "besucht" abhaken. Und es gab gleich ein doppeltes Wiedersehen zu feiern; erstens mit Calexico , die ich nach dem Open-Air-Konzert in Saratoga am 1. Juli in Sacramento am 18. August ein zweites Mal zu sehen bekam; und zweitens mit Adam Kelly, einem Kollegen aus der Group 10 während des Bikram Yoga Teacher Trainings. Er hatte bereits während des Trainings einen Job in Elk Grove, einem Vorort von Sacramento, ergattert und unterrichtete dort mittlerweile seit einem Monat. Nachdem Sacramento ausserdem eine Drehscheibe des AMTRAK Streckennetzes ist und ich hier vom California Zephyr in den Coast Starlight umsteigen musste, war es naheliegend gleich ein paar Tage in der kalifornischen Hauptstadt zu verbringen und mir bei der Gelegenheit auch das California State Railw...

The Zephyr Song

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"How the hell can you miss a train that's 8 hours late?" , i was cursing at myself on Wednesday noon, because for a moment i was worried that i might actually pull it off. Getting up early that morning, my couchsurfer's girlfriend, who works for Wells Fargo in Denver, gave me a ride to the AMTRAK station, where i found out that my train - the westbound California Zephyr, scheduled to leave at 8:05 am - would not even arrive until 2 in the afternoon! Not that i am really on a tight schedule or anything during my half-year sabbatical, but it meant that eventually my train would also arrive later in Sacramento and i had already bought tickets for Calexico's show at the Ace of Spades with some other friends that i didn't wanna leave hangin' in the air. Of course, the train covers a lot of ground between Chicago and San Francisco (just my segment from Denver to Sacramento is a 30-hour trainride), so some delays should be expected. And i did expect them,...

Mile High! (Week 19)

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Nach jeweils 4 kurzweiligen Stunden im Southwest Chief bzw. einem AMTRAK Verbindungsbus kam ich am Montagabend in der "Mile High City" Denver an - der Hauptstadt des Bundestaates Colorado, welchen ich ja bereits mit Dieter & Martin kurz für den Mesa Verde Nationalpark betreten habe. Es war offenkundig dass ich die karge Landschaft des Südwestens verlassen hatte, und zwar nicht nur was die Vegetation betrifft, sondern auch die Wirtschaft. Ein betrunkener New Yorker hatte mir ja bereits im Hotel Congress in Tucson erklärt, dass der Südwesten für Amerika ungefähr so ein Klotz am Bein wäre wie für uns Europäer die Portugiesen oder Griechen. Und auch wenn der Typ ein Idiot war, ganz unrecht hat er natürlich nicht - zwischen dem hektischen, aber lukrativen Berufsalltag an der Ostküste und dem Leben mit minimum wages (und maximum Margaritas ) im Südwesten liegen natürlich Welten, und dementsprechend ist das Publikum natürlich ein ganz anderes. Mit dem Publikum verändert sich...