Mittwoch, 27. Juli 2011

USA by Rail!


Die Idee, mit dem Zug durch Amerika zu reisen, war eigentlich schon vorhanden, bevor überhaupt klar war dass ich in die USA fliegen würde. Weil ich mit meinem BRADT Reiseführer 2009 in Algerien so zufrieden gewesen war, hielt ich Ausschau nach weiteren Reiseführern dieses Verlages, der sich eher auf "exotische" Destinationen wie beispielsweise Armenien, Uganda oder eben auch Algerien spezialisiert hat. Ich blätterte den BRADT-Online-Katalog durch, und bestellte mir die 3 Reiseführer Lappland, Nepal & Tibet sowie USA by Rail. Keine dieser Reisen war konkret geplant, es waren einfach Ziele die mich grundsätzlich interessierten und die ich - vielleicht - auch irgendwann einmal bereisen wollte (falls nicht, dann wären die Bücher immer noch gut geeignet für ein wenig "armchair travelling").

Die USA mögen vielleicht kein "exotisches" Reiseziel Sinn sein, aber wenn man bedenkt dass die Amerikaner grundsätzlich am liebsten in ihr Auto, und bei längeren Strecken hauptsächlich ins Flugzeug steigen, dann hat ein Bahn-Reiseführer für die USA doch einen Hauch von Exotik. Auch Touristen greifen in Amerika aufgrund der günstigen Benzinpreise & Inlandsflüge am liebsten auf Auto oder Flieger zurück, nicht zuletzt auch deshalb weil der öffentliche Verkehr einen schlechten Ruf geniesst. In meinem BRADT Reiseführer erfuhr ich allerdings, dass es auch in den USA möglich ist, mittels einem Railway Pass günstig kreuz und quer durchs Land zu reisen, ähnlich unserem Interrail Ticket. Und zu meiner Überraschung fand ich auch heraus, dass es dafür (im Gegensatz zum Interrail Ticket) keine Altersbeschränkung gibt! Einzige Voraussetzung: man darf kein US-Staatsbürger sein.

das zweitwichtigste Dokument nach meinem Reisepass: mein USA Rail Pass

"Viel zu langsam" und "unpünktlich" waren die ersten Gegenargumente die Amerikaner parat hatten, wenn ich ihnen erklärte dass ich vorhatte das Land mit dem Zug zu erkunden. "Trains in the US are not like trains in Europe" meinte auch mein Yoga-Kollege Adam Kelly aus New Hampshire - obwohl sich später herausstellte dass er noch gar nie in Europa gewesen, geschweige denn in einem unserer Züge gesessen war! Ich liess mich aber nicht entmutigen - schliesslich haben wir in Österreich ja auch keinen TGV und viel unbequemer als letzten Oktober mit der ÖBB am Heimweg vom Oktoberfest (als sich ein betrunkener Fahrgast in meinem Abteil mit dem Personal anlegte und ein junger Mann beschloss auf dem Boden des Abteils zu schlafen) konnte das Bahnfahren in Amerika auch nicht sein! Und immerhin ist Amerika das Pionierland des Schienenverkehrs, Railroad Tycoons vernetzten einst den "Wilden Westen" mit dem Rest des Landes... da bedeutet Bahnfahren doch einen Hauch Nostalgie, quasi Geschichte zu atmen!

Seit ich mit Yoga begonnen habe, stelle ich immer wieder fest, wie sich Dinge manchmal "wie von selbst" zu ergeben scheinen. Ich hatte mir den USA by Rail Guide damals ohne Hintergedanken an eine mögliche USA-Reise gekauft (wenn, dann war es höchstens Wunschdenken), doch nicht einmal ein Jahr später begann diese Reise plötzlich Gestalt anzunehmen, und als meine Teilnahme am Teacher Training in Los Angeles endgültig Gewissheit wurde, hatte ich mir schon längst eine Route zurechtgelegt, mit der ich anschliessend noch mehr von den USA sehen wollte - denn nach 2 Monaten Kasernierung in einem Airport-Hotel in Los Angeles wieder heimzufliegen, so hatte ich mir meinen ersten Besuch in den USA nun auch nicht vorgestellt! Mithilfe des USA-by-Rail Reiseführers arbeitete ich also eine s-förmige Reiseroute aus, in die ich fast alles einbaute, was mich im Westen der USA interessiert:



USA by Rail auf einer größeren Karte anzeigen

Legende:

A) San Diego B) Phoenix C) Tucson D) El Paso E) Albuquerque F) Santa Fe G) Denver H) Salt Lake City I) Sacramento J) Portland K) Seattle L) Port Angeles M) Missoula N) Glacier National Park O) Fargo P) Minneapolis Q) Milwaukee R) Chicago

Bis auf den Startpunkt San Diego (A) und einen kurzen Aufenthalt in Sacramento (I) habe ich Kalifornien dabei komplett ausgespart - diesen Bundesstaat habe ich ja bereits in in den letzten 3 Monaten ausgiebig erkundet. Die 4 Schwerpunkte meiner Bahnroute sind daher, grob unterteit:
  • der Südwesten der USA mit den Bundesstaaten Arizona, New Mexico & West Texas
  • der Pazifische Nordwesten der USA mit den Bundesstaaten Oregon & Washington
  • die Rocky Mountains mit den Bundesstaaten Colorado & Montana
  • die grossen Seen im Mittelwesten mit den Bundesstaaten Minnesota, Wisconsin & Illinois
In jeder dieser Gegenden habe ich mir die interessantesten Städte herausgepickt (siehe Legende oben) und überlegt wie ich sie am besten mit dem Zug von Süden nach Norden abfahren kann. Obwohl man sicher argumentieren könnte, dass die umgekehrte Fahrtrichtung (also von Norden nach Süden) eine angenehmere Reise mit sich bringen würde (dh. im Sommer im windigen Chicago zu sein, und im Herbst in der Wüste Arizonas, anstatt umgekehrt) bin ich doch froh dass ich diese Orte jetzt so erleben kann wie man sie sich typischerweise vorstellt: also heiss & trocken im Südwesten & eher kühl und regnerisch im Nordwesten. Dementsprechend musste ich mich kleidungsmässig auch auf alles einstellen: von Shorts & Trekkingsandalen für den Saguaro Nationalpark bis zu wasserfester Gore-Tex-Kleidung & Trekkingstiefeln für den Olympic & Glacier Nationalpark hab ich alles mit im Gepäck!

Den USA Rail Pass gibt es in 3 Varianten: für 15 Tage bzw. 8 Segmente, 30 Tage bzw. 12 Segmente oder 45 Tage bzw. 18 Segmente. Das bedeutet dass man ab Antreten der Reise innerhalb der angegebenen Tage die Reise abschliessen muss, und maximal die jeweils angegebene Zahl an Segmenten verbrauchen darf. Ein "Segment" entspricht dabei einer Zugfahrt - egal wie lange sie dauert. Sobald man die Reise unterbricht oder umsteigen muss, hat man ein weiteres Segment verbraucht. Mit genügend Zeit, einem gewissen Ausmass an Vorausplanung, und Abstrichen in der Flexibilität (die Züge bringen einen halt nicht überall hin, es gibt aber häufig auch noch die Thruway Busse von AMTRAK, die auch andere Städte mit dem Bahnnetz verbinden) kann man auf diese Weise ziemlich viel von Amerika für ziemlich wenig Geld sehen! Der 45-Tage-Pass hat mich beispielsweise 750 $ gekostet, und wenn man bedenkt in wievielen Städten ich dabei absteige und wieviele Meilen ich insgesamt zurücklege, ist das eigentlich ziemlich günstig...


Ebenfalls angenehm ist, dass die Reservierungen nicht in Stein gemeisselt sind, und ich theoretisch meinen gesamten Reiseplan jederzeit wieder komplett umstossen kann. Alles was ich dazu brauche ist einen AMTRAK Schalterbeamten mit ein bisschen Zeit. Falls sich keiner findet (wie zuletzt in San Diego), dann kann ich rund um die Uhr die Nummer 1-800-RAIL anrufen, und mich mit einem Beamten verbinden lassen, der mir meine Reservierungen ändert. Gegen Vorlage meines Railway Passes und einem Lichtbildausweis kann ich dann die Bahntickets beim nächstgelegenen AMTRAK Schalter abholen!

Meine erste Bahnreise hab ich auch bereits hinter mich gebracht - von San Francisco fuhr ich zunächst mit einem Nachtbus nach Santa Barbara und stieg dort um 6:45 morgens in den Pacific Surfliner welcher mich via Los Angeles nach San Diego brachte (Ankunft 12:30). Der Zug fuhr häufig direkt an der Pazifikküste entlang - in San Clemente hätte ich mit dem Surfbrett aussteigen und quasi direkt ins Wasser marschieren können!

"ALL ABOARD!" - der Pacific Surfliner in Santa Barbara

Und so sind diese Reisen viel mehr als bloss eine Verbindung von A nach B... erst durch die lange Fahrtdauer und die wechselnde Landschaft lässt sich begreifen welche Strecken ich dabei zurücklege. Nebenbei lernt man auch interessante Leute aus allen Gegenden der USA kennen. Weitere spektakuläre Zugfahrten die mir in den näcshten Wochen bevorstehen:
  • mit dem Sunset Limited entlang der mexikanischen Grenze von Tucson nach El Paso (7 Std.)
  • mit dem California Zephyr von Denver durch die Rocky Mountains nach Sacramento (30 Stunden)
  • mit dem Coast Starlight durch Nordkalifornien nach Portland/Oregon (16 Stunden)
  • mit dem Empire Builder von Seattle nach Chicago/Illinois (ohne Unterbrechungen 46 Stunden)

Dienstag, 26. Juli 2011

Welcome to Tijuana: Tequila, Sex & Root-Canals (Week 15)


Nachdem ich mich in San Francisco von Kati verabschiedet hatte, ging es noch am selben Abend mit Bus & Bahn nach San Diego, von Einheimischen ganz unverschämt als "the most liveable city" Amerikas beworben. Und ich kann es ihnen nicht verdenken - vor allem das Wetter ist ein Punkt, in dem ich San Diego San Francisco vermutlich vorziehen würde: die Luft ist etwas wärmer, das Wasser ebenso, und von Nebel im Sommer kann auch keine Rede sein! Dank meinem Gastgeber Marc Gray, den ich bereits im Jänner via Couchsurfing wegen einer Unterkunft kontaktiert hatte und der ein kleines Haus in Point Loma sein eigen nennt, wohnte ich auch an einer ziemlich netten Adresse. Point Loma liegt auf einer hakenförmigen Halbinsel, welche die Bucht von San Diego im Westen gegen den Pazifik abgrenzt - Marc's Haus lag nur etwa 50 Meter vom Wasser entfernt auf der Ostseite von Point Loma, man hatte also einen schönen Blick auf Coronado Island sowie Downtown San Diego:


Apropos Coronado: ein Grund weshalb San Diego auf meiner Reiseroute lag, war meine Ex-Schulkollegin aus HAK-Zeiten, Petra Coronado, die sich damals noch Petra Moskwyn nannte. Sie stammt ursprünglich aus dem Marchfeld, heiratete aber nach der Matura einen Amerikaner, der im Safari-Park Gänsendorf als Wasserspringer arbeitete, und übersiedelte nach San Diego! Da ich diese Wasserspringer in meiner Kindheit geradezu angehimmelt habe, fand ich diese Geschichte recht amüsant. Und Petra hatte ich seit ihrer Übersiedlung nicht mehr gesehen, ein Wiedersehen nach etwa 15 Jahren versprach also auch amüsant zu werden. Sie ist mittlerweile Krankenschwester in einer Klinik im noblen Stadtteil La Jolla (ich bin also nicht der einzige HAK-Absolvent der ins Gesundheitswesen gewechselt hat), und ihre Dienstzeiten sowie ihr Umzug in eine neue Wohnung liessen dann leider nicht mehr als ein Treffen zu - wir waren gemeinsam surfen in La Jolla Shores! (falls sich jemand bei dem Foto wundern sollte, wieso ich vorhin vom schönen Wetter geschrieben hab - das war der einzige bewölkte Tag in San Diego!)


Ein weiterer Grund weshalb ich nach San Diego wollte: es liegt direkt an der mexikanischen Grenze (die mexikanische Grenzstadt Tijuana kann man bequem mit dem San Diego Trolley erreichen) und dementsprechend wird in der Stadt auch viel Spanisch gesprochen. Ich hatte ursprünglich vor, einen ganzen Monat hierzubleiben, und mich für einen Spanisch-Sprachkurs angemeldet. Aus finanziellen Gründen (und weil ich derzeit noch mit dem Lernen der "Bikram Yoga Sprache" beschäftigt bin) hatte ich diese Pläne aber dann während des Trainings verworfen.

Während des Trainings hatte sich dann aber noch ein weiterer Grund ergeben nach San Diego zu fahren: ich bekam Zahnschmerzen, nachdem mir eine Füllung ausgebrochen war. Bereits vor meiner Abreise hatte ich Angst dass ich in den USA Probleme mit meinen Beißerchen bekommen könnte, und war kurz vorher nochmal zum Zahnarzt gegangen. Jener Zahnarzt verpasste mir die erste Füllung, und einen weiteren Termin, zu dem es jedoch nicht mehr kam, da er einen Skiunfall hatte und dadurch arbeitsunfähig wurde (ohne makaber klingen zu wollen: vielleicht war das mein Glück, denn seine Füllung war diejenige, die mir in Los Angeles ausgebrochen ist). Die restlichen 2 Füllungen hatte ich mir dann zwangsläufig bei einem anderen Zahnarzt in Wien machen lassen, und diesem schrieb ich dann in meiner Verzweiflung auch ein e-Mail aus Los Angeles. Ich erinnerte mich nämlich dass er nach meiner Behandlung gemeint hatte, dass ich im Falle von Problemen immer noch nach Mexiko gehen könnte - "die hätten günstige Kronen dort". Ursprünglich hatte ich das eher als Scherz aufgefasst, aber mir war schon klar dass Tijuana für die Amis ungefähr das ist, was für uns Sopron ist - also eine Grenzstadt, in der man billig einkaufen, essen & zum Zahnarzt gehen kann!

Nun steckte ich also in der befürchteten Zwickmühle - sollte ich die Zahnschmerzen anstehen lassen und hoffen dass es bis zu meiner Heimkehr im Oktober gutgehen würde, oder lieber auf Nummer Sicher gehen und mich hier behandeln lassen? Moment mal, hab ich eben gerade Nummer Sicher gesagt? Da eine Zahnbehandlung in den USA für mich ohne Krankenversicherung schlichtweg nicht leistbar war, kam eigentlich nur Mexiko in Frage, und die Drogenkriege in Mexiko haben aus den Grenzstädten teilweise Geisterstädte gemacht (mehr dazu in meiner nächsten Kolumne...) - mehrere Leute, darunter natürlich auch meine Mutter, hatten mir ausdrücklich davon abgeraten überhaupt nach Mexiko zu fahren, geschweige denn dort zum Zahnarzt zu gehen!

Mein Wiener Zahnarzt meinte dazu ganz nüchtern:

Sehr geehrter Herr Lackner,
laut Ihren Unterlagen wird Ihnen der Kollege in den USA sicher eine Wurzelbehandlung und Krone empfehlen.Die Preise für eine konservierende (= normale) Behandlung ist in den USA sind regional sehr verschieden. Laut meinen Internetrecherchen liegen die Kosten in den USA bei $2000 pro Zahn ( Wurzelbehandlung und Krone), in Mexiko so um die $800.
Ich hoffe Ihnen etwas geholfen zu haben und verabschiede mich nun in meinen Urlaub.
Unsere Praxis ist regulär ab 16. August wieder geöffnet.

Nachdem Marc ortskundig war, mir versicherte dass Tijuana im grossen und ganzen recht sicher wäre ("if you don't do anything stupid" - meine Antwort: "... like going to the dentist?!"), und sogar mit einer Zahnärztin dort befreundet war, beschloss ich zumindest für eine Konsultation hinzufahren, und liess ihn einen Termin in ihrer Klinik machen. Irgendwie hab ich ja doch einen Hang zu Abenteuern (siehe Algerien 2009) und gerne was zu erzählen wenn ich wieder daheim bin. Und somit kam ich zu meiner Wurzelbehandlung in Tijuana!


Wie ihr auf den beiden Fotos sehen könnt, bekam ich nicht nur ein weiches Nackenhörnchen unter den Kopf gelegt - in Mexiko sind sogar die Uniformen der Zahnarztassistentinnen bunt, und die Betäubung wird zum Glück auch nicht (mehr) mit Tequila vorgenommen... der Arzt setzte die Anästhesie so geschickt, dass ich nicht einmal den Einstich der Nadel spürte :-)


Für die 3-stündige(!) Behandlung musste ich letztlich 275 USD bezahlen, was umgerechnet nur etwa 200 EUR entspricht. Das war es mir die Schmerzfreiheit allemal wert. Eine Krone hätte ich für weitere 200$ haben können, also wäre die Behandlung noch deutlich günstiger ausgefallen als von meinem Zahnarzt geschätzt. Aber auf weitere 2 Termine hatte ich trotz Nackenhörnchen & bunter Uniformen dann doch keine Lust. Dafür hätte ich noch eine weitere Woche in San Diego anhängen müssen (mein Zahnfleisch war entzündet und man hätte mit dem Abdruck für die Krone einige Tage warten müssen), und das Überqueren der Grenze ist auch immer mit einigem Aufwand verbunden. Für die Krone werd ich also nach Ungarn fahren müssen, aber ich bin jedenfalls froh dass ich Tijuana gesehen habe - wäre der Zahn nicht gewesen, wäre ich vermutlich gar nicht hingefahren, und da wäre mir schon etwas entgangen... es ist doch gleich eine andere Welt sobald man die Grenze überschreitet:


Ein weiteres Highlight in San Diego war ein Besuch in Old Town, der Stadtteil auf dem San Diego ursprünglich gegründet wurde. Der alte Stadtkern wurde liebevoll in einen Historic State Park verwandelt, in dem man in die Geschichte von San Diego eintauchen kann. Neben einem kleinen, aber feinen Museum & zahlreichen restaurierten Gebäuden gibt es sogar kostümierte Schauspieler, die für Old Town Flair sorgen - ich kam zufällig in den Genuss einer Walking Tour, die ziemlich unterhaltsam und informativ war. Unter anderem erfuhr ich dabei, womit man sich früher in San Diego unterhalten hat - abgesehen von Tierkämpfen (man liess auf der örtlichen Plaza Stiere gegen Bären oder auch Löwen antreten!) wurde dort nämlich auch ein grausames Spiel namens Carrera del Gallo praktiziert (siehe Foto unten): bei diesem Spiel wurde ein Hahn in der Mitte der Plaza bis zum Hals im Boden eingegraben, und 2 Ranqueros (das waren besonders geübte Reiter) mussten dann aus gegenüberliegenden Ecken der Plaza auf den Hahn zupreschen und ihn mit einer geschickten Handbewegung aus dem Sand ziehen. Häufig endete das damit, dass dem Hahn aufgrund zu hoher Geschwindigkeit des Reiters der Kopf abgerissen wurde, denn bei zu langsamer Geschwindigkeit riskierte man eine Kollission mit dem entgegenkommenden Reiter...


Von solchen Spässchen war auf der Plaza zum Glück nichts mehr zu sehen, stattdessen befand sich dort mein Lieblingsrestaurant in San Diego: El Fandango, ein mexikanisches Restaurant bei dem ich im Verlauf der Woche insgesamt 3x eingekehrt bin. Das lag nicht nur am guten Essen, der mexikanischen Folklore-Musik, dem aufmerksamen Service, und der schattigen Terasse, sondern auch an den 2 Gläsern Champagner, die beim Frühstück gratis inkludiert waren! Überhaupt waren die Preise im El Fandango ungewöhnlich niedrig für ein Lokal dieser Klasse, was angeblich damit zu tun hatte dass es sich in einem State Park befand und somit vom Staat Förderungen bekommt. Naja, soll mir recht sein - auch wenn Kalifornien vor dem Bankrott steht, die 4 Gläser Champager werden sie wohl noch verkraftet haben...


Das Herzstück von New Town, dem jetzigen Downtown San Diego, ist das Gaslamp Quarter, die Fortgehmeile der Stadt, in der sich Restaurants, Bars & Cafés aneinanderreihen. Auch hier gibt es restaurierte alte Gebäude, Gaslamps sucht man allerdings vergebens. Dafür entdeckte ich zufällig die Bar CROCE, welche von der Witwe des 1973 bei einem Flugzeugabsturz verstorbenen Folksängers & -gitarristen Jim Croce eröffnet wurde. Zahlreiche Erinnerungsstücke an den Musiker zieren die Wände dieses als Jazz-Bar geführten Lokals, und ich konnte sogar eine Best of Jim Croce CD erstehen!

Was in San Diego natürlich nicht fehlen darf, ist ein Besuch bei SEAWORLD, und nachdem ich einen 20$ Ermässigunsgutschein dafür ergattert hatte, und schon die Universal Studios in L.A. ausgelassen hatte, beschloss ich mir diesen Luxus zu gönnen, und verbrachte am Mittwoch fast den ganzen Tag dort. Auch wenn SEAWORLD natürlich Kommerz pur ist, hat es doch unbestritten etwas Faszinierendes, dem tonnenschweren Killerwal SHAMU (er ist quasi das innofizielle Maskottchen San Diegos, obwohl bei den Shows mehrere Wale unter dem gleichen Namen auftreten...) bei seinen Kunststücken zuzusehen, und ich staunte nicht schlecht wie intelligent (oder gut konditioniert) diese Tiere sind. Ich saß im oberen Bereich der Splash Zone und war schon fast ein wenig enttäuscht weil ich 3/4 der Show lang nicht einen Tropfen Wasser abbekommen hatte, aber das alles änderte sich am Ende mit einem einzigen Flossenschlag von Shamu! Ebenfalls nass wurde ich bei Journey to Atlantis, einer Hochschaubahn "die sich gewaschen" hat... und obwohl ich bei Hochschaubahnen normalerweise ein bissl ein Hosenscheisser bin - im Vergleich zu meinen Vorderleuten war ich doch die Coolness in Person:


Weniger cool reagierte ich, als ich eines abends bei meiner Rückkehr nach Point Loma ein totes Tier am Strassenrand entdeckte. Von der Begegnung mit dem Raccoon in Monterey hab ich ja schon im vorigen Artikel erzählt, und anfangs dachte ich auch hier dass es sich um einen Waschbären handelt. Aber bei näherer Betrachtung traf mich erstens halb der Schlag aufgrund der fürchterlichen Grimasse des angefahrenen Tieres, und stellte sich zweitens heraus dass es sich um ein Virginia-Oppossum handelte... ich hoffe dass ihr nach Betrachtung des Fotos noch durchschlafen könnt!



Freitag, 22. Juli 2011

California Campervan Surfari (Week 13/14)


Der Campervan-Trip mit Kati war für mich die Erfüllung eines lange gehegten Traumes. Schon bevor ich den Führerschein gemacht habe (und das ist mittlerweile bereits 17 Jahre her), war ein VW-Bus für mich der Inbegriff von Freiheit auf 4 Rädern, starke Autos oder hohe Geschwindigkeit haben mich nie interessiert. Meine Schwäche für VW-Busse entstand, als wir mit meiner Familie jährlich am Lago di Garda Sommerurlaub gemacht haben. Jahrelang wohnten wir in derselben Pension, Casa Morandi in Torbole, unter dem Patriarchat eines strengen Hausherren (mit Anekdoten über ihn liesse sich ein eigener Blogeintrag füllen) und verbrachten dort viele coole Surf-Urlaube. Der Gardasee ist aufgrund seiner thermischen Winde besonders bei Wind-, und mittlerweile auch Kitesurfern sehr beliebt, die ihn bloss zärtlich "Lago" nennen. Und so findet man im nördlichen, windigen Teil des Sees eine spezielle Art von Tourist: den Lago-Surfer!

Der Lago-Surfer ist häufig Münchner, Tiroler oder Wiener, trägt sein Haar bevorzugt lang, und fährt einen mit zahlreichen Stickern vollgeklebten VW-Bus, das ultimative Surfmobil. Beim Design und der Ausstattung sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt - manche Busse sind bunt oder gar bemalt, und das Innenleben eines Busses kann vom einfachen Matratzenlager bis zur ausgeklügelten, ultrakleinen Garconniere alles enthalten. Was aber fast alle Surfmobile am Lago gemeinsam hatten: Vorhänge. Und diese waren meist noch zugezogen, wenn ich am Vormittag auf dem Weg zum Strand am Parkplatz vorbeikam, was meine Neugier & Phantasie aber umso mehr anfachte. Manchmal sah ich bloss einen Fuss zwischen den Vorhängen herausragen, manchmal aber auch einen ganzen Lago-Surfer unter der geöffneten Rückklappe mit seiner bildhübschen Lago-Surferin frühstücken. Und von diesem Moment an hatte ich meinen Traum. Leider ist es bisher aber auch immer ein Traum geblieben, weiter als zum alten VW Golf meiner Mutter hab ich es nie gebracht, und ein Golf bleibt eben immer ein Golf, auch wenn man ihn noch so sehr mit Surf-Aufklebern verziert. Mittlerweile ist er im Golf-Himmel, und seit 3 Jahren hab ich überhaupt kein Auto mehr. Irgendwann hab ich meinen Surf-Bus wohl als Bubentraum abgehakt, und mich stattdessen darauf verlegt erstmal meine Lago-Surferin zu finden, quasi das Pferd von hinten aufzäumen usw...

Man kann sich also vorstellen, was es für mich bedeutete, mit meiner Freundin Kati in einem VW Vanagon, Baujahr 1981 (komplett mit Westfalia Camping-Ausstattung) Kalifornien unsicher zu machen... es war als ob all die coolen Lago-Surfer, die ich in meiner Jugend bewundert habe, mich endlich in ihre Mitte nehmen, mir wohlwollend auf die Schulter klopfen, und sagen: "Welcome to the Club. Hang Loose."


Mir diesen Traum zu erfüllen, hat natürlich auch etwas Geld gekostet: für unseren VW Vanagon, den wir bei Gabriel Bejenaru von California Campers in Redwood City (etwa 30 Minuten südlich von San Francisco) anmieteten, haben wir für 9 Tage Mietdauer inkl. Versicherung und 100 Freimeilen/Tag 1.330 US$ hinblättern müssen. Aufgrund des derzeit schwachen Dollarkurs wurden daraus zwar weniger als 1.000 EUR, aber billig war es natürlich trotzdem nicht für ein Auto dass nur mit Mühe die 65 mph-Beschränkung auf den Freeways erreicht, und dessen Gangschaltung ausgeleiert war wie eine alte... Kaffemühle. Den 1. Gang hat Rosemary, wie wir sie spontan getauft haben, gerne mal komplett verweigert, aber nach einer kurzen Eingewöhnungsdauer hatte ich Rosie (wie wir sie meistens genannt haben) einigermassen im Griff und es konnte losgehen. Zunächst ging es zurück nach San Francisco um unser ganzes Gepäck abzuholen, und beim Verstauen desselben stellte sich schon mal heraus welch Platzwunder ein solcher VW Bus ist. "Die Strassen von San Francisco" waren die erste grosse fahrtechnische Herausforderung (Anfahren mit Handbremse muss beherrscht werden!) und der Presidio Park unsere erste Picknick-Pause!


Dort hatten wir unsere erste kuriose Begegnung mit einem guterzogenen, jungen Mann in Dreadlocks, der sich höflich nach unseren Reiseplänen erkundigte. Nichts ungewöhnliches in San Francisco, sollte man meinen, aber der junge Mann stellte sich als der Sohn der ehemaligen US-Botschafterin in Österreich, Swanee Hunt, heraus! Als solcher hatte er von 1993 bis 1997 4 Jahre in Wien verbracht und sprach dementsprechend auch noch ein wenig Deutsch. Warum er uns ausgerechnet an jenem Nachmittag im Presidio über den Weg lief? Seine Mutter Swanee lud dort an jenem Abend zu einer Präsentation ihres Buches "Worlds Apart", welches sich mit den US-Interventionen während des Krieges in Bosnien beschäftigt. Als er uns erzählte dass er und seine Mutter den ganzen Weg von der Ostküste im Auto zurückgelegt und ihre Unterkünfte via Couchsurfing organisiert hätten, war ich recht beeindruckt und hätte mir die Präsentation seiner coolen Mama am liebsten angesehen, aber es galt schliesslich unser erstes Etappenziel Half Moon Bay zu erreichen!

Wir arbeiteten uns also entlang der Küste am legendären Highway 1 entlang. Die Fahrt entlang der Küste war vor allem zu Beginn geprägt vom alles umgebenden Nebel - die Bucht von San Francisco saugt wie ein Ventil Luft ins warme Landesinnere, welche über dem kalten Pazifik dann die berühmten Nebelschleier bildet - daher ist der Nebel auch im Sommer (wenn der Unterschied zwischen Luft- und Meerestemperatur am grössten ist) am hartnäckigsten. So reizvoll es auch sein mag, ein Häuschen am Strand von Pacifica (ein Vorort von San Francisco) zu besitzen - wenn es den ganzen Sommer über in Nebel getaucht ist, stell ich mir das auch irgendwie frustrierend vor...


Unsere Reiseroute war nicht so durchgeplant wie zuvor jene mit Dieter & Martin - ich hatte mir zwar grobe Etappenziele überlegt, aber wollte eher spontan, nach Lust & Laune entscheiden wo ich übernachte - wozu hat man schliesslich einen Campingbus? Tatsache ist aber, dass man damit auch nicht immer und überall stehen darf, und Kati's grösste Angst bestand darin, dass ihr mitten in der Nacht im Schlaf ein Polizist eine Taschenlampe ins Gesicht hält. Dass unser Schlafplatz zumindest Sanitäreinrichtungen für die Morgentoilette besitzen sollte, darüber waren wir uns auch einig, somite wurden State Parks zu unserer bevorzugten Heimstätte. Zwar fielen damit pro Nacht im Schnitt weitere 30$ an Eintritts- und Campingplatzgebühren an, aber dafür hatten wir alles was wir benötigten, und das meist in recht ansprechender Umgebung. Der Butano State Park in der Nähe von Pescadero war unser erster Campground, und inmitten von mächtigen Redwood Trees auch gleich einer der schönsten der gesamten Reise.


Längere Aufenthalte im Bereich des Highway 1 legten wir in Santa Cruz & Monterey ein. Santa Cruz gefiel mir mit seinem Surf-Vibe besonders gut, dort hätt ich es auch länger ausgehalten. Ich lieh mir auch ein Surfbrett, mit dem ich am populären Surfspot Steamer's Lane mein Glück versuchte. Zum Aufputschen statteten wir davor auch noch dem Santa Cruz Surfing Museum einen Besuch ab, welches direkt oberhalb der Klippen in einem kleinen Leuchtturm untergebracht ist. Von den Klippen aus kann man den Surfern quasi 1. Reihe fussfrei beim Shredden zusehen. Ich als Anfänger wagte mich natürlich nicht in diesen Könnern vorbehaltenen Bereich vor, sondern versuchte mein Glück eher in der von kelp übersähten Randzone. An diese Schlingpflanzen muss man sich in Santa Cruz gewöhnen - der Typ im Surfshop meinte nur lässig "it's like Miso Soup"'! In dieser durfte ich dann auch ausgiebig baden, als nach nur etwa 5 Versuchen meine Leash abriss und ich an Land schwimmen musste während ein anderer Surfer am Ufer mein Brett sicherstellte... damit war mein Surftag recht schnell beendet, aber mit meinem Kurzarm/bein-Neopren hätte ich es bei den Temperaturen in Santa Cruz ohnehin nicht viel länger ausgehalten. Dennoch: Steamer's Lane war dennoch der Surfspot den ich am besten in Erinnerung behalten werde!


In Monterey hielten wir uns ebenfalls ein wenig länger auf, im Veteran's Memorial Park Campground gab es zur grossen Freude Kati's sogar heisse Duschen. Weniger Freude hatte sie dafür mit einem ungebetenen Gast: gerade als sie sich im Bus umzog, hörte sie ein Geräusch auf der Kühlerhaube, und als sie durch die Windschutzscheibe blickte, starrte sie direkt einem Raccoon in die Augen! Leider war ich gerade unter der Dusche, denn wo der Waschbär seinerseits hingestarrt hat, würde mich schon interessieren! Kurz zuvor hatte ich ihn am Weg zum Waschraum schon bei den Mistkübeln überrascht, oder besser gesagt er mich, immerhin hatte ich noch nie einen Waschbären in freier Wildbahn gesehen, und die Viecher sind ganz schön gross! Sie sind ein häufiges Problem auf nordamerikanischen Campingplätzen, und repeated offenders müssen manchmal sogar beseitigt werden.


In Monterey besuchten wir ausserdem gemeinsam eine Klasse im örtlichen Bikram Yoga Studio (wo es interessanterweise keine Duschen gab, der Besitzer aber dafür so nett war unsere verschwitzte Yogawäsche zu waschen) und natürlich auch das bekannte Monterey Bay Aquarium, welches am Gelände einer ehemaligen Sardinenfabrik errichtet wurde. Etwa zur Zeit des 2. Weltkrieges war Monterey die Sardinen-Hochburg der USA, die "Cannery Row" wurde durch den gleichnamigen Roman von John Steinbeck berühmt, welchen ich mir auch in einem Buchladen im Ort gekauft habe. Das Aquarium war sehr voll, aber dennoch den Besuch wert - und neben vielen anderen Meeresbewohnern gab es natürlich auch jene zu bewundern die die Stadt reich & berühmt gemacht haben:


Der 100 km lange Küstenstreifen von Big Sur - laut Lonely Planet mehr ein state of mind als ein Ort auf der Karte, bot frische Luft, tolle Fotomotive, Ruhe, Abgeschiedenheit - und dennoch volle Campingplätze. Zu Kati's Entsetzen parkte ich daher einfach auf einem grossen, asphaltierten Parkplatz an der Küstenstrasse; einmal dem Tosen der brechenden Wellen beim Zähneputzen zuhören zu können, war das Risiko auch allemal wert.


Den Abstecher nach Hearst Castle überliessen wir den Touristenbussen und fuhren stattdessen ins Landesinnere und über den schnelleren Highway 101 wieder Richtung Norden. Unser nächstes Ziel war Pinnacles National Monument, und dafür mussten wir bei King City auf den einsamen Highway 25 abbiegen. Wieder einmal staunte ich über die landschaftliche Vielfalt Kaliforniens - gerade noch waren wir an einer schroffen Küstenstrasse unterwegs gewesen, nun fuhren wir auf einer einsamen Strasse durch eine goldgelb gebürstete Hügellandschaft, die ich eher mit Texas assoziert hätte. Auch die Temperaturen waren deutlich wärmer, und bei offenem Fenster diese knappe Stunde am Highway 25 entlang zu cruisen, während wir dem sanften Folk von Iron & Wine lauschten - das war nicht Autofahren, sondern Entspannung pur!


Am Pinnacles Campground war das Campen wiederum kein Problem, dieser Park liegt doch ein wenig off the beaten path, und ist selten auf Touristenrouten zu finden. Wir hatten erstmals einen "RV-Hookup", konnten unsere Rosie also unter Strom setzen; ausserdem schliefen wir erstmals im Hochdach, was uns das Umräumen des Gepäcks ersparte. In diesem Fall wird ein solcher Bus fast zur Zweizimmerwohnung - während Kati sich bereits oben im "Schlafzimmer" hinlegte, konnte ich noch unten im "Wohnzimmer" am PC arbeiten! Es war allerdings unsere einzige Nacht im Hochdach, da oben ist man den Elementen (einerseits Kälte, aber auch Hitze, sobald die Morgensonne aufs Dach strahlt) doch um einiges mehr ausgeliefert, und im Umräumen des Gepäcks wir hatten wir ja schon Routine .


Wir unternahmen eine längere Wanderung durch die Pinnacles, wo wir einen guten Überblick über die vulkanischen Gesteinsformationen bekommen konnten. Auch meine Kletterschuhe wurden erstmals geschnürt, aber als Klettergebiet blieben mir die Pinnacles etwas suspekt, das vulkanische Gestein greift sich teilweise an wie Pappmaschee, und ist auch ähnlich stabil - Griffen & Tritten kann nur bedingt vertraut werden, da sie teilweise einfach "abblättern" - da war mir der Sandstein in Zion oder der Granit in Yosemite schon deutlich lieber!


Als nächstes nächtigten wir im Henry Coe State Park, dem grössten State Park Kaliforniens, der aber ebenso wie viele andere aufgrund mangelnder Fördermittel möglicherweise bald geschlossen werden muss. Danach fuhren wir nach San Jose, eine Stadt die ein bisschen im Schatten von San Francisco steht und die ebenfalls seltener zum Standardprogramm gehört. Ich hatte allerdings guten Grund dorthin zu fahren, denn ich traf meinen alten Freund, John Beason, den ich im Zuge meiner Australien-Reise 2002 kennengelernt hatte. Er und seine Frau Melinda waren auch so nett uns in ihr Häuschen im Vorort Campbell einzuladen, wir durften also zur Abwechslung mal wieder in einem Bett schlafen!

Melinda + Hund Elise, John, Kati & meine Wenigkeit

Zurück in der Bay Area fuhren wir via Oakland ins Sonoma Valley, auch bekannt als Wine Country. Sonoma ist weniger versnobt als das benachbarte Napa Valley, und mit unserem klapprigen VW Bus waren wir im örtlichen Sugarloaf Ridge State Park auch besser aufgehoben. Trotzdem liessen wir auch die obligatorische Weinverkostung nicht aus - gut dass es vom Weingut LANDMARK nur wenige Meilen bis zum Campingplatz waren, wir hatten nach unserem Picknick und einer Flasche Chardonnay nämlich ganz schön einen sitzen!


Zum Abschluss ging es nochmal an die Küste, nach Bodega Bay, wo uns aber leider die Zeit für einen längeren Aufenthalt fehlte. Dafür kamen wir nochmals zu einer Gratisunterkunft in Petaluma, wo uns der Besitzer des örtlichen Yogastudios, Jeff Renfro, anbot nach der Klasse in seinem Haus zu schlafen. Kurioserweise war er bereits auf der Couch eingeschlafen als wir an seine Tür klopften, und auch sonst nicht sehr gesprächig. Aber das Studio ist wohl eines der coolsten in den USA, mit einem kunterbunten Artwork, für welches sein Bruder verantwortlich zeichnet. Zurück in San Francisco durften wir zum krönenden Abschluss noch mit Rosie über die Golden Gate Bridge fahren, ein Erlebnis das die 6 US$ Maut absolut wert ist., und am nahegelegenen Muir Beach hielt mich Kati bei einer fortgeschrittenen Variante des Balancing Stick fest:

"Balancing Stick" - the real deal!

Wenn ich dachte, ich könnte mit dieser Reise den Bubentraum vom VW Bus endgültig hinter mir lassen, dann hab ich mich gründlich getäuscht - nun weiss ich erst recht, dass ich irgendwann selbst einen solchen Bus besitzen muss!

Sonntag, 17. Juli 2011

Goodbye, Fog City! (Week 12)


After completing Bikram Yoga Teacher Training on June 18, i embarked on an epic vacation that has led me through 5 different States, 10 different National Parks, and about a dozen more State Parks, National Monuments & National Historic Sites of the Western US! In my posting after Graduation Day, i said that i would miss Bikram & the Yoga Community - but as a matter of fact, for the past 4 weeks i didn't miss either of the two. Hell, I didn't even miss the practice itself, but who can blame me after taking almost 100 classes in 9 weeks!?

My travels were basically divided into 2 "loops"- the big, 2-week National Parks Loop with my friends Dieter & Martin, which led us through 10 National Parks in 5 different States (for details, see my previous posting in German) and a smaller 9-day State Parks Loop with Kati (details will follow soon!), which still saw us cover 1.000 miles all over Central California in a cool '91 VW Vanagon campervan. And inbetween those 2 trips i had the opportunity to spend a week in San Francisco - and what an eventful week that was! Both, my 35th birthday on July 1 and US Independence Day on July 4 fell into that week, which pretty much guaranteed an exciting time, but that was only the beginning.... as it turned out, The City had a lot more in store for us! Here's how the story unfolded:

Dieter, Martin and I returned from Yosemite National Park late on Thursday night, July 30. Navigating into San Francisco was a lot easier than expected: the Highway took us straight onto The Embarcadero, and from there it was only one left turn to arrive on Broadway & the Green Tortoise Hostel, where Kati was already checked in & waiting for me. Parking seemed easy, too - we found a spot at the corner of Vallejo & Sansome Streets, which - after a thorough inspection - all 3 of us considered valid parking (Boy, we were wrong... but, to offer an excuse, it was late and we were all tired from a long day). After taking only the most essential belongings to our rooms and spending the 1st night at the hostel, we decided to make some room for Kati in our Dodge Caravan the next morning - only to find out that the vehicle (including our luggage) had been towed half an hour earlier by the San Francisco Municipal Transport Authority (SFMTA)!

Looking at the empty spot & the red-coloured curb with white capital letters ("TOWING ZONE") on it, i asked myself how we could have been so blind/stupid - we had clearly parked in a bus stop! But the night before, a big vehicle had been parked in front of us, really close to the curb, casting a shadow on the already dark sidewalk, and none of us spotted the sign or the marked pavement. Anyway, the car was gone. Now, when stuff like that happens to you in Vienna, you're in for a half-day odyssee to the Kfz-Verwahrstelle Simmering, and given the size of San Francisco, i was expecting even worse. But it was surprisingly easy to get our car back from the SFMTA's centrally located vehicle storage south of Market Street, and the woman behind the counter even tried to cheer us up with some pseudo-friendly banter: "So, is it nicer in San Francisco or in Sydney?" Needless to say, nobody bothered to tell her that we're actually Austrians (not Australians) after we had just paid 350 USD to retrieve our car.


Determined not to let my birthday get spoiled by the San Francisco authorities, we drove down to Saratoga. This was the only night the 4 of us could spend together (Dieter & Martin were flying back home the next day), and we had concert tickets at The Mountain Winery, a beautiful small outdoor venue overlooking the Silicon Valley. My birthday present was to see one of my favourite bands, Calexico, opening up there for Canadian singer/songwriter Neko Case.

Dieter, Martin, Katrin & me at the Mountain Winery

The Mountain Winery offers great dining packages as well and we treated ourselves to the 3-course "Chateau Deck" just before the concert. Thanks to Patrick from the Mountain Winery, who also happened to be a Yoga Teacher at Bikram Yoga San Jose, we got a discount that ended the day in good spirits... just as the concert did. Calexico played for an hour in daylight, clearing the stage for Neko and her interesting backing band, which included a slightly heavier set woman who turned out to be an excellent background singer that complemented Neko's voice perfectly. Listening to their harmony singing on that warm summer night, on a wooden bench, with my arms around Kati (who i hadn't seen in 3 months)... i think that was the first time i actually enjoyed being seated at a concert!

Back in San Francisco, we enjoyed more sightseeing & sunny weather, although the Golden Gate Bridge was, of course, covered in mist most of the time. We were staying at the Green Tortoise Hostel in the North Beach District, but were actually accomodated in a another building just a few blocks down, in Bartol Street. It was your typical little San Francisco house, wedged inbetween its neighbours on an inclined street, with small but cute rooms, 2 shared bathrooms & a kitchen, that the hostel rents out mostly for couples who want a little more privacy. And for 60$ a night the room was pretty much a bargain! I mean, when you can step out on your balcony in the morning, and look straight at the Transamerica Pyramid while brushing your teeth, you know that you're a pretty lucky guy!


Though i had never been to San Francisco, the city felt somewhat familiar in a creepy kind of way: David Fincher's ZODIAC is probably my favourite film of the last decade; i've seen it several times and it has certainly left an impression on me. The movie is not so much about a serial killer (which left many fans of Fincher's earlier work - "7even" in particular- disappointed), but rather a homage to the city by the bay. Whether it was the skyline with its distinctive Transamerica Pyramid, landmarks such as the Golden Gate Bridge, street names like Herb Caen Way or other Zodiac trivia, i was oddly familiar with a lot of things and constantly spotting all these places i had been to before in my head. The most bizarre moment was when i went out to buy the San Francisco Chronicle one morning (the city's newspaper which features prominently in the movie) and found out that the Zodiac Case is still making headlines these days! I guess it just shows (as the movie does) what a long-lasting impact that serial killer had on the city's psyche!


And still, San Francisco exceeded all expectations. I had heard before that it was the city with the most "European" feel to it, but i wouldn't necessarily agree with that. Its unique setting, architecture, climate & blend of population set it apart from any other city in the world. There really is no other place like The City! I'm not sure if i would wanna live there permanently (remember, it's foggy there, even and especially in summer!) but it is certainly a cool place to be at! Another big thing in San Francisco was the city's beloved baseball team, the San Francisco Giants, who captured their first World Series Title last year. The huge pride of the city was still evident in many baseball caps & jerseys worn all over town, and just like L.A., San Francisco comes across as a city that loves baseball, only with a more successful team. Kati & I dressed up in our Giants outfits and visited AT&T Park on our last night, when the Giants were playing the San Diego Padres. However, just as in LA, i didn't seem to bring luck to the home team, and the Giants lost 5-3 despite leading twice.


Other highlights in San Francisco included our daily picknicks at MacArthur Park, a walk through the Castro & Height districts, a spicy dinner in Chinatown, a daytrip to Sausalito on Independence Day, teaching my first Bikram Yoga Class in The Mission, and a ferry cruise through the Bay, with foggy vistas of the Golden Gate Bridge & Alcatraz.


Oh yeah, and a hearing at the SFMTA where i tried to appeal our parking citation and towing of our car. As you'd expect from a city like San Francisco, home of Google & the DotCom Boom in general, the SFMTA hearing officer (a very kind lady called Ms. Roberts who spent some time in Vienna in her twens) actually used Google StreetView to verify if the towing was valid. She came to the conclusion that it was, and couldn't do anything about it, but she spared us an additional 250 $ for the actual parking ticket (which had yet to be issued, apparently!), due to our unfamiliarity with the San Francisco traffic.

the corner of Vallejo & Sansome

The final highlight of our week in San Francisco was when i tried to take solving the Zodiac Case in my own hands, driving up to the corner of Washington & Cherry Street, near the Presidio Park. As Mark Ruffalo in the movie - and probably many other amateur sleuths (or crackpots, as the Vallejo Police Department would call them) before & after him - i stood on that ominous street corner, where the Zodiac killed cab driver Paul Stine on October 11, 1969. As of today, the case is still officially unsolved in California, and i'm afraid that even after my thourough inspection it will remain just that. Damned, i wish i had inspected the corner of Vallejo & Sansome that well...

the corner of Washington & Cherry...

Montag, 4. Juli 2011

Best of the West! (Week 10/11)

Für viele war die Graduation der Höhepunkt, für mich war es erst der Anfang: unmittelbar nach Ende des Bikram Yoga Teacher Training bin ich mit Dieter & Martin zu unserem „National Parks Loop“ aufgebrochen (ein Urlaub auf den ich mich schon sehr gefreut habe, speziell nachdem es mit dem monumentalen Western Oz Adventure mit Klaus, Pavel, Natalie & Julia im Winter schon nicht geklappt hat). Nach dem Graduation Dinner wurde im Radisson aber noch ordentlich gefeiert, und Martin & Dieter hatten alle Mühe die Namen der ihnen vorgestellten Yogi(ni)s zu behalten. Im Palmyra Restaurant des Hotels wurde zunächst kollektiv der Enthaltsamkeit entsagt (dh. reichlich Alkohol ausgeschenkt, ich begnügte mich allerdings mit 2 Gläsern Bier), danach tanzten wir noch zu den Beats von DJ Mishon am improvisierten Dancefloor im Catalina Room, der zuvor stets für unsere Vorlesungen herhalten musste.

Am nächsten Tag galt es all mein Hab und Gut in unserem Dodge Caravan zu verstauen, und dann brachen wir auf zu unserer 2-wöchigen Reise, die uns durch die bekanntesten Nationalparks des Westens der USA führen sollte. Der 1. Park war gleich einer, der mir besonders am Herzen lag: Joshua Tree, vielen nur als das gleichnamige U2 Album ein Begriff, ist knapp 3 Stunden Autofahrt von LA entfernt und ein beliebter Wochenendausflug für Angelenos, die sich nach desert solitude sehnen. Dieter & Martin waren an diesem Park ursprünglich weniger interessiert, aber spätestens als wir bei Dämmerung den Park Entrance passierten, und unsere Reise gleich mit einem spektakulären Sonnenuntergang eröffneten, waren ihre Bedenken verflogen.


Der Nationalpark, welcher heuer sein 75-jähriges Jubiläum feierte, ist seltener auf den klassischen Nationalparkrouten im Westen der USA zu finden, hätte aber jedes Recht dazu. Mit seiner bizarren Landschaft ist er absolut einzigartig: nirgendwo sonst findet man die Kombination aus Joshua Trees (welche streng genommen zur Familie der Yuccapalmen zählt) und Boulders (Felsblöcken) aus monzogranite, die überall in der Gegend verstreut sind. Unter Kletterern ist „J-Tree“ längst Kult und die bevorzugten Gebiete des Parks tragen so klingende Namen wie Wonderland of Rocks oder Jumbo Rocks. In letzterem lag auch unser gleichnamiger Campingplatz: idyllisch in eine Ansammlung von riesigen Felsblöcken eingebettet entzündeten wir dort unser erstes Lagerfeuer und verbrachten unsere erste Nacht im Freien. Am nächsten Tag unternahmen wir eine kleine Wanderung, turnten auf den Felsblöcken herum, und blickten abschliessend vom „Key Point View“ über das gesamte Coachella Valley.

Am Nachmittag folgte eine lange Autofahrt durch die Mojave Desert in den benachbarten Bundesstaat Arizona. Dieser trägt den Spitznamen Grand Canyon State und die Mutter aller Schluchten war auch unser nächster angepeilter Nationalpark. Nach einem Abendessen in der spektakulär in einen Hang gebauten ehemaligen Goldgräberstadt Jerome beschlossen wir allerdings, die Strecke auf 2 Tage aufzuteilen und bezogen in Cottonwood Unterschlupf in einem Super 8 Motel, wo wir uns spätabends noch mit einem Bier von der Tankstelle im Hot Tub erholten (der diensthabende Rezeptionist brachte uns später Pappbecher, weil er besorgt war dass unser nächtliches Bad in einem Saufgelage ausarten könnte).

Montags ging es dann zum „Big Ditch“, wie der Grand Canyon unter Einheimischen auch liebevoll genannt wird. Unterwegs legten wir noch eine Mittagspause bei den Red Rocks in Sedona ein. Der erste Ausblick auf den Grand Canyon vom Desert View Aussichtspunkt (wir wählten die landschaftlich interessantere Anfahrt über den Osteingang) war bereits überwältigend, wir gaben uns jedoch nicht damit zufrieden und nahmen am nächsten Morgen den langen Abstieg in den Canyon über den Bright Angel Trail vor. Dafür braucht es eigene Backcountry Permits, die man bereits Monate vorher beantragen muss; darum hatte ich mich bereits im Jänner gekümmert, und als wir mittags unsere Campsite Indian Garden im unteren Teil des Canyons bezogen und ich unsere Permit aufs Zelt heftete, fand ich ich mich darauf offiziell als „Trip Leader“ bezeichnet, dh. sämtliche Entscheidungsgewalt & Verantwortung lag nun bei mir! ;-) Nach einer 3-stündigen Mittagspause im Indian Garden nahmen wir den restlichen Abstieg bis zum Colorado River in Angriff. Vom Fluss war die ganze Zeit über nichts zu sehen, aus den Tiefen des Canyons schlug uns lediglich ein heisser Wind entgegen. Als buchstäblich nach der letzten Kurve dann endlich der Fluss vor uns auftauchte, genossen wir das Bad in den kalten Fluten umso mehr. Pünktlich vor Sonnenuntergang waren wir wieder auf unserem 5 km höher gelegenen Campground angekommen und krochen nach dem Abendessen (welches in erster Linie aus Flüssigkeit bestand) erschöpft in unsere Zelte. Ursprünglich hatten wir uns etwas geärgert, Indian Garden als Campground zugewiesen bekommen zu haben, aber rückblickend betrachtet war das ein Segen, denn als ich am nächsten Morgen aufwachte, war der Campingplatz abgesehen von einem grasenden Reh bereits völlig ausgestorben und unser Abmarsch längst überfällig. Der National Park Service empfiehlt um 4 (!) Uhr morgens mit dem Aufstieg zu beginnen, um der Mittagshitze zu entfliehen; wie schon beim Abstieg waren wir jedoch erst am späten Vormittag kurz vor 10 Uhr startklar (Stichwort Wiener Gemütlichkeit!), jene Uhrzeit ab der der NPS eigentlich empfiehlt, Schatten aufzusuchen und körperliche Anstrengung zu meiden. Tatsächlich verlangte uns der gut 3-stündige Aufstieg aus Indian Garden zum Trailhead am South Rim einiges ab; es war mit Sicherheit meine anstrengendste Wanderung seit dem 10-stündigen „Wandertag“ mit Michaela Gruber letzten Herbst auf der 2. Etappe des Stubaier Höhenwegs. Martin seufzte unter der Last des schweren Gepäcks (ob man eine 2- oder mehrtägige Wanderung unternimmt, macht beim Gepäck ja leider wenig Unterschied – Zelt, Matte, Kocher etc. braucht man in beiden Fällen), hatte aber interessanterweise keinen so argen Muskelkater wie ich und Dieter, denn wir beide humpelten & fluchten noch Tage später, wenn wir aus dem Auto stiegen! Den restlichen Nachmittag begleitete mich auch noch ein leichtes Frösteln – ein klassisches Dehydrationszeichen, das ich bereits von Bikram Yoga Klassen kenne. Insgesamt war es aber ein tolles Abenteuer das wir sicherlich nie vergessen werden!


Nach den Strapazen des Grand Canyons liessen wir den Dienstag dann noch mit einer Fahrt durchs Monument Valley ausklingen, ein Erlebnis das deutlich weniger anstrengend, aber nicht weniger beindruckend war. Egal wie oft man diese Felsformationen schon gesehen hat (in alten John-Wayne-Western, auf Marlboro Werbeplakaten, oder als Desktop Wallpaper) - der Anblick ist spektakulär, im Abendrot geradezu mystisch, und man sollte sich diesen Abstecher ins Navajo-Territorium nicht entgehen lassen, auch wenn rundherum Tristesse herrscht (immerhin haben wir im „Golden Sands Café“ in Kayenta noch ganz passabel zu Abend gegessen, ich habe erstmals einen Navajo Taco probiert, quasi ein mexikanisch belegtes Langos!

Ein Countrysender hiess uns gegen Mitternacht in Colorado willkommen, und ich fuhr das letzte Teilstück unserer Etappe nach Cortez, wo wir uns ein wohlverdientes Motelzimmer gönnten, bevor wir am nächsten Tag den Mesa Verde National Park besuchten, ein zum UNESCO Weltkulturerbe gehörender Park, der aufgrund seiner Ausgrabungen berühmt ist, jedoch auch landschaftlich durchaus interessant ist. Mesa Verde (auf Spanisch „grüner Tisch“) liegt auf einem fruchtbaren Plateau, welches seinerzeit von Pueblo Völkern bewirtschaft wurde, bevor sich diese gegen 1200 n. Chr. aus bis heute nicht vollständig geklärten Gründen in die Klippen dieses Plateaus zurückzogen und dort luftige Behausungen errichteten, die beinahe perfekt erhalten geblieben sind. Eine dieser Behausungen (Balcony House) sahen wir uns im Rahmen einer Ranger-Führung an.

Anschliessend ging es in den „Mormon State“ Utah, wo sich die Nationalparks ja quasi die Klinke in die Hand geben – ganze 5 Nationalparks gibt es dort zu sehen, und wir haben es tatsächlich geschafft uns alle anzusehen. Unser „Basislager“ für die ersten beiden Parks (Arches & Canyonlands N.P.) war Moab – „the entertainment capital of Utah“. Was man sich von einer Unterhaltungsmetropole im Mormonenstaat erwarten darf, darauf war ich nun wirklich gespannt, aber tatsächlich geht es dort sehr locker zu, und wir konnten sogar Alkohol zum Essen bestellen (keine Selbstverständlichkeit – andernorts in Utah mussten Martin & Dieter zu meiner grossen Erheiterung Grapefruitsaft als Begleitung zu ihrem Steak trinken). Der Radiosender 90.1 Moab Community Radio war ausserdem die wohl schrägste (aber gleichzeitig coolste) musikalische Begleitung während unserer Reise – der „Summer of Love: 1967“ Schwerpunkt während unserer Fahrt durch den Canyonlands Nationalpark war ein wahrer Segen nach der Kommerz-Country-Dauerbeschallung in Colorado! Moab ist trotz des Wüstenklimas ein Outdoorparadies, der „Slickrock Trail“ ist weltbekannt unter Mountainbikern und der gesamte Canyonlands Nationalpark ein riesiger Abenteuerspielplatz für 4WD-Fanatiker. Im Arches Nationalpark wiederum gab es zahlreiche bizaarre Felsbögen in der Abendsonne zu bewundern:



Danach wichen wir erstmals gröber von meinem bereits vor Monaten erstellten „Masterplan“ ab – die Fahrt bis zum Bryce Canyon war uns einfach zu weit, weshalb wir unser Nachtquartier im Capitol Reef Nationalpark aufschlugen, ein eher wenig besuchter Park, und genau das war das schöne daran. Wir übernachteten auf einer primitiven, lediglich mit einem WC ausgestatteten Backcountry Campsite direkt an einem kleinen Bach mit dem hübschen Namen Pleasant Creek, welcher aufgrund lästiger Gelsen allerdings nicht ganz so angenehm war, wie der Name versprach. Dafür bekamen wir absolute Abgeschiedenheit, einen herrlich klaren Sternenhimmel, und am nächsten Morgen in Fruita (einer ehemaligen Obstplantage mormonischer Siedler) frischgebackene Fruit Pies mit Kaffee zum Frühstück! Der Reiz von Capitol Reef besteht ähnlich wie beim Zion Nationalpark darin, dass der Park von Bächen durchzogen ist, und die daraus resultierende saftige Vegetation einen schönen Kontrast zu den roten Sandsteinfelsen darstellt. Zwar hat Capital Reef nicht ganz so spektakuläre Berge zu bieten, aber dafür fehlen auch die Besuchermassen von Zion, und es gibt jede Menge abgelegener Backcountry Campsites. Der Park ist auch einer der jüngsten im National Park System, und hat dementsprechend ein sehr modernes und ansprechendes Visitor Center zu bieten.


Eine weitere sehr lohnende Planänderung war unser Abstecher zu den Calf Creek Falls im nahegelegenen GSENM - diese Abkürzung steht für „Grand Staircase Escalante National Monument“. Dieses unter Bill Clinton eröffnete Naturschutzgebiet besitzt zwar „nur“ den Status eines National Monuments (quasi der „kleine Bruder“ der Nationalparks), aber die etwa einstündige Wanderung inmitten von blühenden Kakteen und roten Sandsteinfelsen war jedem Nationalpark ebenbürtig, und am Ende konnte ich unter einen herrlich kalten Wasserfall schwimmen und mich an einem lupenreinen Sandstrand in der Sonne aufwärmen… nur Kati hat gefehlt zum perfekten „Blaue Lagune“-Klischee!


Nach dieser ausgedehnten Mittagspause ging es über den Utah Scenic Byway zum Bryce Canyon, den wir in der Abenddämmerung im Schnelldurchlauf über die Panoramastrasse erkundeten. Bryce Canyon gilt als einer der beliebtesten Nationalparks, aber an diesem Punkt war ich erstmals etwas übersättigt. Die vielen tollen Eindrücke und „Geheimtipps“ der letzten Tage machten es mir schwer, diesen Nationalpark – inmitten von italienischen Touristenbussen - wirklich geniessen zu können. Das Abendessen war aber umso feiner: obwohl wir am örtlichen Sunset Campground unsere Zelte aufgeschlagen hatten, spazierten wir zum Dinner in die altehrwürdige Bryce Canyon Lodge, wo wir uns allesamt eine gegrillte Forelle gönnten, eine willkommene Abwechslung zu Burger, Steak & Co.! Und auch die kühle Höhenluft (Bryce liegt auf etwa 2.000 m Höhe, ich brauchte erstmals eine Jacke) war eine neue Erfahrung, und ebenso die Tatsache, dass ich nach dem Essen in der Dunkelheit nur mit Mühe zum Campingplatz zurückgefunden habe. Dieter und Martin hatten sich bereits Sorgen gemacht, aber letztlich fand ich dann doch noch in mein Zelt, und am nächsten Morgen erkundeten wir dann noch die charakteristischen, lachsfarbenen „Hoodoos“ (durch Erosion geformte Kalk- und Sandsteinnadeln) mittels einer kleinen Wanderung über den Navajo Trail Loop, bevor wir in den Zion Nationalpark weiterfuhren.


Im Zion National Park erwartete uns wieder intensive Mittagshitze, und nachdem ich gelesen hatte dass man dort besonders vorsichtig mit der Sonne sein muss, schmierte ich mich von Kopf bis Fuss mit Sonnencrème ein. Immerhin hatten wir uns ja grosses vorgenommen – den steilen & ausgesetzten Angels Landing Trail, welcher über einen schmalen Grat auf eine luftige Felskuppe führt, von der man den gesamten Zion Canyon überblicken kann. Wieder einmal bestritten wir den angstrengenden Trail in der grössten Mittagshitze und vor dem steilen Schlussanstieg, welcher scrambling über mit Drahtseilen versicherte Felsblöcke erfordert (dh. schon mehr Klettersteig als Wanderung ist) war ich etwas besorgt aufgrund meiner erschöpften Wasservorräte. Bereits am Grand Canyon hatte ich leichte Dehydrationszeichen gespürt, und auf dem teilweise nur wenige Meter breiten Grat wollte ich auf keinen Fall in Schwierigkeiten kommen. Seit 2004 sind immerhin 6 Personen am Angels-Landing-Trail in den Tod gestürzt… Dieter hatte aber zum Glück noch Wasser für uns beide, und im Endeffekt war der Anstieg ein echter Genuss, kam doch erstmals sowas wie Kletter-Feeling auf: kaum ein Fels greift sich so toll an wie Sandstein, und ich vermied es weitgehend nach dem Stahlseil zu greifen. Und am Ende wurden wir mit einem herrlichen Ausblick auf den Zion Canyon belohnt:


Berauscht von diesem Erfolgserlebnis benötigten wir für den Abstieg nur etwa eine Stunde und nahmen anschliessend im Tal noch ein kühles Bad im Zion River. Gegen 18 Uhr brachen wir auf nach Las Vegas, dem denkbar grössten Kontrastprogramm unserer Nationalparkrunde. Für eine Nacht tauschten wir den sternenklaren Himmel der Nationalparks gegen die künstliche Glitzerwelt von Sin City, und hatten zu diesem Zweck eine Nacht im legendären Caesar’s Palace gebucht! Im luxuriösen Badezimmer (mit grosser Dusche, Badewanne/Whirlpool, 2 Waschbecken und einem Fernseher!) durften wir uns endlich einmal wieder richtig pflegen, allerdings fehlten mir zum casinotauglichen Outfit ordentliche, saubere Schuhe – meine Trekkingschuhe waren mit dem roten Sand sämtlicher Nationalparks von Utah gefüllt, und mit FlipFlops (wie bei meiner Graduation) wollte ich auch nicht am Spieltisch antreten. Aber alles kein Problem in Las Vegas: selbst am Sonntag um 22:30 kann man sich dort noch fein einkleiden – in den „Forum Shops“ des Caesar’s Palace fand ich schöne italienische Lederschuhe, und mit nur 60$ waren sie sogar richtig günstig! Damit war meine Glückssträhne aber auch schon zu Ende: am Roulette-Tisch verspielte ich in wenigen Minuten 20 Dollar und liess es daraufhin sein, weitere 10 $ investierte ich lieber in ein Subway Sandwich und einige Drinks im PURE, dem Nachtclub des Caesar’s Palace. Tatsächlich ist dieses Hotel (wie die meisten in Las Vegas) eine Stadt für sich, eine Durchquerung dauert gut 20 Minuten und man könnte ohne weiteres einen Urlaub dort verbringen ohne auch nur einen Schritt aus dem Hotel zu machen. Trotzdem findet man sich relativ schnell zurecht, und wenn man zum Spielen gekommen ist, gibt es sowieso keinen Weg vorbei an den zahlreichen Automaten… das schönste am Caesar’s Palace war allerdings der Pool, oder vielmehr: die Poollandschaft, denn insgesamt hat das Haus 5 oder 6 Schwimmbecken, grosszügig gesäumt von römischen Statuen, Inschriften und leichtbeschürzten Kellnerinnen. Dementsprechend verbrachten wir den gesamten Montagnachmittag am Pool (anderswo ist die Hitze Las Vegas‘ auch nur schwer zu ertragen) und schlossen dabei auch ein paar interessante Bekanntschaften:


Wenn wir dachten, in Las Vegas wäre es heiss gewesen, wurden wir gleich in unserem nächsten Nationalpark eines besseren belehrt: noch am selben Abend erreichten wir dank Dieter’s Enthaltsamkeit (er war an jenem Nachmittag der einzig Fahrtüchtige von uns) den Death Valley Nationalpark, und dieser trägt seinen abschreckenden Namen nicht umsonst! Knapp 100 Meter unterm Meeresspiegel gelegen ist diese Wüste der Hitzepol der Vereinigten Staaten, und ich habe Vergleichbares bisher nur in Biskra (nördliche Sahara!) erlebt. Schon die Fahrt dahin war unheimlich: wir fuhren bei Dunkelheit eine gottverlassene Strasse entlang, die uns quasi stufenweise in den Schlund des Death Valley herabführte – an einen Punkt der sich treffenderweise Furnace (deusch: Hochofen) Creek nennt. Dort bezogen wir einen ziemlich exponierten Campingplatz, und brauchten an jenem Abend weder Zelt, noch Schlafsack, noch Pyjama. Lediglich mit Bade- oder Unterhose bekleidet schliefen wir mit unseren Unterlagsmatten auf Picknick-Tischen am Campground, um nächtliche Begegnungen mit Nagetieren zu vermeiden – Eichhörnchen lieben schliesslich Nüsse! Gut geschlafen haben wir trotzdem nicht: heisser Wüstenwind verhinderte einen tiefen Schlaf und entzog dem Körper unmerklich Flüssigkeit (da jeder Schweisstropfen sofort verdunstet, merkt man gar nicht dass man überhaupt schwitzt). Am nächsten Tag liessen wir es uns dennoch nicht nehmen, morgens noch nach Badwater zu fahren, mit 85,5 m unterm Meeresspiegel der tiefste Punkt der nördlichen Hemisphäre!


Da ich nachts noch am ehesten ein Auge zugedrückt hatte, war ich für die Fahrt aus dem Death Valley heraus zuständig, aber es war auch für mich das anstrengendste Teilstück unserer Reise hinterm Steuer. Das unglaubliche war, dass nach dem tiefsten Punkt unserer Reise noch am selben Tag der höchste Punkt folgen sollte: die Sierra Nevada, deren Gipfel nach einem besonders schneereichen Winter noch immer mit reichlich Schnee bedeckt waren! Nachdem wir erstmals einen Nationalpark von unserer Reiseroute streichen mussten (Sequoia / Kings Canyon NP hätte uns einen ziemlichen Umweg gekostet) fuhren wir zum Mittagessen nach Bishop und anschliessend weiter in das beliebte Winter-Resort Mammoth Lakes, wo nach Ende der Ski-Saison die Preise purzelten und wir uns ein Zimmer in der gemütlichen Sierra Lodge leisteten. Damit waren wir in nur wenigen Stunden von 282 Fuss unterm Meeresspiegel auf eine Höhe von 7.800 Fuss überm Meeresspiegel gefahren, und diese körperliche Belastung spürte ich auch ganz deutlich. Die kühle Höhenluft war allerdings Balsam auf meinen Wunden, und ich strich das Abendessen und entspannte stattdessen eine Stunde lang im Outdoor-Jacuzzi der Sierra Lodge.

Am nächsten Tag schoben wir vor dem Yosemite Nationalpark (dem letzten grossen Höhepunkt unserer Reise) noch einen Besuch in Bodie, einer der authentischsten und am besten erhaltenen Goldgräberstädte Kaliforniens, ein. Ausschlaggebend dafür war, dass Dieter sich noch einen Besuch in einer Ghosttown wünschte, und genau das ist Bodie: eine Stadt, die während des Goldrausches boomte (die Bevölkerungszahl stieg innerhalb eines Jahres von weniger als hundert auf etwa 10.000!), aber nach Ende des Goldrausches ebenso spektakulär wieder „abstürzte“. Nachdem die Bergbaufirmen das Gebiet verliessen, gab es für die Menschen keine Arbeit mehr, und aufgrund des schönen Wetters kam sowieso niemand nach Bodie. Die Winter waren berühmt-berüchtigt, wie schreibt der lonely planet so schön: „preparing for a winter in Bodie was – and still is – a monumental task.“ Um 1945 verliess auch der harte Kern die Stadt, und Bodie wurde schlichtweg den Elementen überlassen. Und genauso kann man diese Geisterstadt heute bewundern, welche in den 60er Jahren zu einem National Monument erklärt wurde. Der Park ist ganzjährig geöffnet, im Winter aber teilweise nur mit Schneeschuhen (!) erreichbar; um dort als Angestellter/Volunteer zu arbeiten muss man also wohl aus ganz ähnlichem Holz geschnitzt sein wie die harten Kerle zu Bodie’s besten Zeiten. Ich war jedenfalls beeindruckt von dem Ort und seiner Geschichte und hab mir auch ein Buch gekauft, welches das Leben in Bodie angeblich sehr präzise nachzeichnet. Bin schon sehr gespannt auf die Lektüre, das Buch hab ich einstweilen Dieter zur Verwahrung mitgegeben...


Nachdem wir also Bodie und den nahgelegenen Mono Lake (auch dieser hat eine interessante Geschichte, aber ich will nicht weiter abschweifen) besichtigt hatten, ging es über den Tioga Pass in den letzten Nationalpark unserer Reise: den Yosemite Nationalpark, für den wir ebenso wie für den Grand Canyon 2 Tage eingeplant hatten. Am Tioga Pass lag noch etwas Schnee und die Temperaturen beim Eintritt in den Park waren mit etwa 6°C alles andere als einladend, wir hatten auch einen Tag mit mässigem Wetter erwischt. Trotzdem waren alle Campingplätze voll, und wir verbrachten die ersten Stunden im Tal mit der Suche nach einer Übernachtungsmöglichkeit. Yosemite ist dafür bekannt recht schnell überfüllt zu sein, aber wir wollten nur ungern ausserhalb des Parks übernachten, da wir am nächsten Tag eine Wanderung geplant hatten und uns die Fahrerei ersparen wollten. Wir warfen einen Blick ins Camp 4, dem legendären Stützpunkt aller Kletterer, und fanden dort freie Zeltplätze vor, obwohl der (recht kleine) Campingplatz offiziell voll war. Wir lernten ein paar nette Leute kennen, die uns rieten unsere Zelte erst gegen 22 oder 23 Uhr auf- und frühmorgens wieder abzubauen, um dem Blick der strengen Ranger zu entgehen – angeblich ist eine illegale Übernachtung im Camp 4 der schnellste Weg, sich im Yosemite eine Geldstrafe einzufangen! Wir beschlossen es zu riskieren, und durften auf diese Weise nicht nur gratis im Camp 4 übernachten, sondern auch einen netten Abend mit ein paar Leuten aus Southern California am Lagerfeuer verbringen – inkl. Marshmallows und Bier! Am nächsten Tag hatten wir keine Lust mehr auf eine grosse Wanderung, sahen uns aber dennoch die Highlights des Parks an: der knapp 1.000 m hohe Granit-Monolith El Capitán (Entstehungsort des modernen Sportkletterns & allgemein anerkanntes Mekka des Bigwall-Kletterns) mit seiner legendären Route „The Nose“ war für mich natürlich ein besonders Highlight, aber auch die riesigen Sequoia Bäume im südlichen Teil des Nationalparks waren eindrucksvoll anzusehen, und der abschliessende Ausblick vom Glacier Point über das gesamte Yosemite Tal (mit seinem Wahrzeichen, dem Half Dome) war ein wahrlich würdiger Abschluss für eine Reise die einen Höhepunkt nach dem anderen zu bieten hatte, und die ich jedem in dieser oder ähnlicher Form nur empfehlen kann!


Ebenfalls erwähnen möchte ich, dass die Chemie zwischen uns dreien super gestimmt hat, und es keine wirklichen Unstimmigkeiten gab – wenn doch, wurde stets „demokratisch“ entschieden (Anm: Dead Horse State Park!) und es waren im nachhinein auch immer alle happy mit den getroffenen Entscheidungen! Mit unserem stetigen Wechsel zwischen Outdoor-Camping und Hotel/Motel -Übernachtungen fanden wir ausserdem eine gelungene Mischung aus Outdoor-Abenteuerurlaub & komfortabler Mietwagen-Rundreise! Witzigerweise war es letztendlich (ohne dass wir es anfangs so geplant hatten) so, dass den ganzen Urlaub hindurch jeweils auf eine Nacht im Zelt eine Nacht in einem Bett folgte… gegen Ende war es dann schon so, dass dieser „Rhythmus“ auch bei der Reiseplanung und Quartierssuche berücksichtigt wurde!

Und damit fehlt eigentlich nur eines: das abschliessende Top 3 Voting, von dem wir schon während der Reise mehrmals gesprochen haben! Ich bitte Euch daher im Kommentarfeld um Eure Stimmen für:

a) die 3 sehenswertesten Nationalparks (schwierig, ich weiss - aber auf welche hättet ihr keinesfalls verzichten wollen?)

b) die 3 besten Campgrounds

c) die 3 chilligsten Ho(s)tels/Motels

d) die 3 spektakulärsten Fotomotive

e) die 3 coolsten Roadtrips

f) die 3 schönsten Hikes

g) die 3 aufregendsten Wildlife-Beobachtungen

h) die 3 besten "dining/lunch experiences"

i) die 3 einprägsamsten Fastfood-Erlebnisse (ob schlecht oder gut, sei dahingestellt...)

j) die 3 leiwandsten Leute die wir kennengelernt haben

Anmerkung: die 3 coolsten Radiosender hab ich wegfallen lassen, da wir eigentlich nicht mehr als 2 oder 3 ansprechende Radiosender dauerhaft gehört haben – ich glaube wir sind uns da relativ einig. Ich werde nach meiner Zeit in den USA hoffentlich ein etwas repräsentativeres Ranking aufstellen können!