Samstag, 30. April 2011

"Can you believe it?" (Week 2)

Schon mal 428 Halbmonde in 12 Tagen erlebt? Nein, diesen Mondzyklus gibt es nur am Teacher Training. Zur Erklärung: "Half Moon" ist die erste von 26 Asanas (Körperübungen), die im Zuge einer Bikram Yoga Klasse geübt werden. Sämtliche Übungen werden dabei vom Lehrer verbal instruiert, und zwar mittels einer vorgegebenen, genau definierten "Befehlskette" - dem sogenannten Teacher's Dialogue. Diesen auswendig zu lernen (und quasi im Schlaf wiedergeben zu können) nimmt neben den knapp 100 Yogaklassen die meiste Zeit unseres Trainings in Anspruch. Und dem Half Moon kommt dabei eine Sonderstellung zu: es ist die einzige Übung die man vor Bikram persönlich vortragen muss, und bei der sämtliche Mitstudenten anwesend sind. Dazu stellt man sich auf ein Podium, bekommt 3 Mitstudenten als "Demonstratoren" zugeteilt, ein Mikrofon in die Hand gedrückt, und spult (oder stottert) den Dialogue herunter, während Bikram (in der 1. Reihe fussfrei auf seinem Sofa thronend) einem dabei zusieht.


Im Idealfall dauert das pro Student (inkl. einer kurzen Vorstellung und Nachbesprechung) etwa 2 Minuten, häufig aber dauert es länger weil entweder der Student patzt und/oder Bikram eine weitere Anekdote aus seinem bewegten Leben parat hat, die er mit dem Publikum teilen möchte und meist mit dem Satz "Can you believe it?" abschliesst. Insgesamt hat es jedenfalls knapp 2 Wochen gedauert um alle 428 Studenten dranzunehmen, und am Montag war endlich auch ich an der Reihe. Der etwa eine A4-Seite lange Text ging mir flüssig und problemlos über die Lippen (kein Wunder, hatte ich ihn doch schon knapp 300x gehört) und ich bekam von Bikram auch besonderes Lob für mein relativ akzentfreies Englisch (über das sich mein Zimmerkollege Stephen allerdings bei jeder Gelegenheit mit Schwarzenegger-Sprüchen wie zB. "Run, get to the chopper!" lustig macht). Aber ich durfte es in jedem Fall als gelungenen Start in die 2. Woche verbuchen, und auch im Hotroom fühle ich mich nun wohler: seit Montag werden wir nämlich immer mit Reggaemusik aus den Lautsprechern auf die Morgenklasse eingestimmt! :-)

Von meiner guten Laune und Yogapraxis euphorisiert, beschloss ich am Mittwoch mit Bikram und etwa 20 anderen Studenten freiwillig für eine weitere Filmvorführung zu bleiben, obwohl wir bereits am Vorabend verpflichtend den Bollywood-Sandalenfilm "Jodhaa Akbar" ansehen mussten. "KRRISH, der Sternenheld" war immerhin der erste Film bei dem ich es geschafft hab' durchgehend munter zu bleiben, aber das machte ihn nicht weniger anstrengend. Die Inder haben uns Yoga geschenkt - aber über ihren Filmgeschmack & Sinn für Humor kann ich teilweise nur den Kopf schütteln. Mal abgesehen davon, dass sämtliche Filme zumindest an der 3-Stunden-Marke kratzen und mindestens 3 Genres in sich vereinen: wieso müssen es immer dieselben Darsteller sein, und das auch noch in mehrfachen Rollen?? In allen 3 Filmen die wir bisher gesehen haben hat Hrithik Roshan die Hauptrolle gespielt, in zweien davon übernahm er sogar Doppelrollen. Es scheint fast als ob man die abstrusesten Plots konzipiert, nur um dem Schauspieler noch mehr Leinwandpräsenz zu geben! In "KRRISH" spielte er jedenfalls nicht nur den gleichnamigen Superhero (der sich von seiner Alltags-Identität als Krishna im wesentlichen nur durch das Doppel-"r" und das Aufsetzen einer Karnivalsmaske unterschied), sondern auch noch dessen Vater Rohit, ein nerdiges Physikgenie, das von einem fiesen Industriellen in Singapur in einer Art Wassertank konserviert wurde, damit sein EKG & Iris-Scan in der Zukunft als Passwort zu einem Supercomputer genutzt werden kann, den er 30 Jahre zuvor nach seiner Konstruktion sicherheitshalber wieder zerstört hatte, um mißbräuchlicher Nutzung (der Computer erlaubte dem Benutzer nämlich, in die Zukunft zu sehen!) vorzubeugen. Kann noch jemand folgen? Spielt aber auch keine Rolle. Was jetzt vielleicht wie eine Comicverfilmung klingen mag, war gleichzeitig Familiendrama, Teenie-Komödie, Science-Fiction-Abenteuer & Lovestory - natürlich inklusive Tanzeinlagen und wehendem Haar (kann mir jemand verraten was es mit dem indischen Fetisch für wehendes Haar auf sich hat?? Stephan Mey, bitte!). Als ich mir anschliessend müde die Augen rieb, und einen kanadischen Studenten fragte was dieser Film seiner Meinung nach für einen educational value gehabt haben könnte, meinte dieser nur achselzuckend: "maybe that it's not a good thing if you can actually foresee the future...?" - "Yeah, right." Auch ohne einen Supercomputer zu besitzen und in die Zukunft schauen zu können: ich sehne bereits den Tag herbei an dem uns Bikram mit der Verfilmung der Mahabbharata etwas zeigt, das uns tatsächlich die indische Kultur näherbringt!

Bikram ist sympathisch, unterhaltsam, und hat Charisma - aber dass er tatsächlich fast jede Nacht mit einem dieser unfreiwillig komischen Machwerke verbringt, kann ich beim besten Willen nicht nachvollziehen. Wenn mir mehrere hübsche Mädels dabei 3 Stunden lang eine Fussmassage verpassen würden, könnte ich dem ganzen vielleicht schon eher positive Seiten abgewinnen... und genau das tut Bikram auch! :-) Er lässt sich, bequem auf seine Couch gebettet, 3 Stunden lang von unterschiedlichen Frauen (welche auf dem Teppich vor seiner Couch Platz nehmen) die Füsse massieren! Dieser Anblick gehört mit Sicherheit zu den bizarrsten Dingen dieser Ausbildung, aber die Frauen (übrigens allesamt Staff-Mitglieder, und - noch - keine Studentinnen), scheinen es freiwillig und gerne zu tun. Ähnlich bizarr ist bisher wohl nur das "Grünverbot". Mir war zwar schon vorher bekannt dass Bikram aufgrund eines tragischen Unfalls in seinem Freundeskreis mit der Farbe Grün ein Problem hat und wir diese Farbe im Hotroom daher nach Möglichkeit meiden sollten; aber dass dies am Training tatsächlich als explizites Verbot umgesetzt werden würde, damit hab ich nicht gerechnet. Und so ging ich am Abend der KRRISH-Vorführung ohne jede böse Absicht in meinem grün-karierten Hemd (welches ich erst vor kurzem von Kati geschenkt bekommen hab) in den Hörsaal. Anfangs ging ein Raunen durch die Menge, welches ich zunächst noch gar nicht auf mich bezog. Als sich dieses jedoch in lautstarkes Gelächter auswuchs, wurde mir klar dass es mit mir zu tun haben musste. Hatte ich etwa einen riesengrossen Pickel auf der Stirn? Oder einen Zettel mit der Aufschrift "Kick me!" am Rücken kleben?? Bevor ich noch richtig erröten konnte, eilte bereits ein Staff Member (mein Zimmerkollege Stephen nennt sie auch gerne die Yoga Police) auf mich zu und erklärte mir freundlich aber bestimmt, dass ich schleunigst dieses Hemd loswerden müsste, bevor Bikram den Raum betritt. Ich riss mir also das Hemd vom Leib (woraufhin das Gelächter natürlich sofort einem anerkennenden Pfeifen wich, haha das kennt Euer Doctor Fränk ja schon!) und liess es umgehend in meinem Rucksack verschwinden... und werde in Zukunft wohl auch mit dem Finger auf jemanden zeigen, bloss weil er ein grünes Hemd trägt... "CAN YOU BELIEVE IT"?!? ;-)

Was ist sonst noch passiert? Nach 2 aufeinanderfolgenden Nächten mit nur 3-4 Stunden Schlaf tat ich mir am Donnerstag ganz schwer in den Yogaklassen, und musste erstmals vorzeitig den Raum verlassen. Zu meiner Verteidigung: die Raumtemperatur lag während der Klasse angeblich zwischen 45 und 55 Grad Celsius (Anm: Bikram Yoga wird in der Regel bei 38°C praktiziert). Danach war ich so fertig, dass ich am Zimmer eingenickt bin, den Sign-In für die Abendvorlesung verpasste, und mir dadurch eine Makeup-Class einhandelte. Nein, das ist kein Schminkkurs, sondern eine zusätzliche Klasse die man am Samstag um 11:00 einschieben muss, während für alle anderen bereits das Wochenende beginnt. Allerdings war ich nicht der einzige, und in Gesellschaft von etwa 25 anderen Yogis war es eine meiner besten Klassen bisher - vielleicht auch weil es sich erstmals "wie daheim" im Studio anfühlte. Ich überlege nun sogar, in Zukunft freiwillig ein paar Makeup-Klassen zu besuchen damit ich in Summe auf 100 Yogaklassen während des Trainings komme - schon alleine deshalb, weil es eine schöne runde Summe wäre. Immerhin, 22 Klassen hab ich bereits hinter mir... und bin bereit für die 3. Woche!

Sonntag, 24. April 2011

"Bikram Yoga Vacation" (Week 1)

Die Zusammenfassung meiner ersten Woche am 37. Bikram Yoga Teacher Training erfolgt wieder auf Deutsch - nicht weil ich zu faul oder zu müde bin um auf Englisch zu schreiben (eigentlich würde ich meine teilweise mitlesenden und vorwiegend englischsprachigen Kollegen ja auch gern unterhalten) - sondern aus Sicherheitsgründen! ;-) Das Teacher Training geniesst nicht umsonst den Ruf eines "Boot Camps" (im Amerikanischen die Bezeichnung für ein 6-monatiges Trainingscamp bei der US Army, Navy, Air Force oder den Marines) und seit dem Siegeszug der Social Networks kämpft man seitens der Staff ein bisschen damit, den Informationsfluss einzudämmen; Jim Kallet hat uns zu Beginn ersucht unsere Online-Aktivitäten auf das Notwendigste zu beschränken, da man in den letzten Jahren zwiespältige Erfahrungen damit gemacht habe - Trainees hätten im Anflug erster Emotionen Dinge auf Twitter oder Facebook gepostet, die das Training in ein schlechtes bzw. falsches Licht gerückt hätten (dasselbe gilt allerdings auch für uns Trainees: so hat etwa Anfang der Woche eine Kollegin in der Facebook-Gruppe des Teacher Trainings, quasi unserem Online-Diskussionsboard, kundgetan dass sie die Orientation sausen liess um auf ein Rod-Stewart-Konzert zu gehen, und man möge sie doch bitte mit den Details jener Vorlesung versorgen - am nächsten Tag gab's dafür Seitenhiebe vom Personal... ich finde ja, sie hätte sich zumindest einen cooleren Act aussuchen können *g*). Jim bat uns gewisse Dinge einfach zu akzeptieren, und (wenn überhaupt?) erst daheim zu hinterfragen. Vor allem aber - und da muss ich ihm beipflichten - gehe durch die ständige Verbindung mit der Aussenwelt ein bisschen das Gefühl der "Kasernierung" verloren, welches bei einer Yoga-Ausbildung jedoch durchaus beabsichtigt & erwünscht ist.

Ich versuche meine Online-Zeiten daher auch etwas im Griff zu behalten und nur am Wochenende per Chat oder Skype mit meinen Lieben daheim in Kontakt zu treten. Ansonsten gibt es zwischendurch immer wieder mal Fotos auf facebook, und hoffentlich jeweils einen Bericht der abgelaufenen Woche an dieser Stelle. Damit also gleich zu einem Rückblick auf die 1. Woche - oder "Bikram Yoga Vacation", wie es unser Guru genannt hat! Das wirft gleich mal eine Frage auf: ist Bikram Choudhury wirklich unser "Guru"? Kann man jemanden, der eine zweistellige Anzahl an Luxuskarossen und angeblich den grössten Swimming Pool in Beverly Hills besitzt (obwohl er - wie er nicht müde wird zu betonen - nicht schwimmen kann) überhaupt als Guru bezeichnen? Bikram nimmt seinen Kritikern vorweg den Wind aus den Segeln - er macht gar kein Hehl daraus, dass er den westlichen Lebensstil und seine Annehmlichkeiten zu schätzen weiss und sieht sich (mit einem ironischen Augenzwinkern) in erster Linie als "Entertainer" ("I make life fun!"). Für ihn schliessen sich Yoga & westlicher Lebensstil nicht aus; genau das beschert Bikram Yoga auch seine unglaublichen Wachstumsraten rund um den Globus - und das gilt auch fürs Teacher Training: Mitte der 90er Jahre ins Leben gerufen, und anfangs nur von Bikram & seiner Frau betrieben, hat es sich mittlerweile zu einem 2x pro Jahr stattfindenden Riesen-Event mit prominenten Gastvortragenden (wir erwarten u.a. US-Basketball-Legende Kareem Abdul Jabbar) ausgewachsen. Während bei den ersten Teacher Trainings nur knapp 30 Schüler teilnahmen, wächst die Zahl kontinuierlich, und auch heuer gibt es mit 428 Teilnehmern wieder einmal einen Teilnehmerrekord. Und sie kommen aus aller Welt: der Grossteil aus den USA & Kanada, eine ebenfalls grosse Gruppe aus Australien, Neuseeland & Grossbritannien, kleinere Gruppen aus Südamerika, Asien, Skandinavien & den mitteleuropäischen Ländern, sowie eine Handvoll "Exoten" aus Russland, der Türkei oder dem Libanon.

Das Hotel war anfangs eine herbe Enttäuschung (Bikram hat es zuletzt abfällig als "Motel" bezeichnet, also ist auch hier nicht anzunehmen dass er sesshaft werden wird), mittlerweile hab ich mich aber damit arrangiert. Sagen wir mal, es ist zweckmässig. Da im Preis keine Verpflegung inkludiert ist, und Speisen/Getränke im Hotel auf Dauer ziemlich teuer sind, habe ich mir bei Kohl's einen Reiskocher gekauft, und versorge mich selbst - hauptsächlich mit Lebensmitteln von Trader Joe's. Viele Leute kommen nach L.A. um den Walk of Fame in Hollywood zu besichtigen; bei mir steht nun jedes Wochenende der Walk of Shame am Programm!



Ausgerechnet in L.A. mit einem Einkaufswagen voller Lebensmittel vor dem Radisson Haupteingang vorzufahren, ist doch etwas peinlich. Letztes Wochenende bin ich sogar mit dem Einkaufswagen bis aufs Zimmer gefahren, aber das hat mir die Hotelmanagerin mittlerweile untersagt ;-)... nun darf der arme Portier meine Einkäufe unten auf ein nobles Kofferwagerl schlichten und auf mein Zimmer bringen, und in einer verlassenen Nische um die Ecke des Hotels sammeln sich derweil bereits die Einkaufswagerln... mein Zimmerkollege Stephen hat dies bereits liebevoll als "Bikram Yoga Rent-a-Car" bezeichnet! :-)


Doch nun zum Training. "It's Bikram Yoga Vacation, I will be easy on you guys!" versprach uns Bikram Anfang der Woche. Und auch von allen anderen Seiten wurde uns geraten es in der ersten Woche ruhig anzugehen und uns erstmal an den Tagesablauf zu gewöhnen - der sieht in etwa folgendermaßen aus:

08:00 - 08:30 Anmeldung für die Morgenklasse
08:30 - 10:00 Yogaklasse (1)
12:00 - 12:30 Anmeldung für die Nachmittagsvorlesung
12:30 - 16:00 Nachmittagsvorlesung
16:30 - 17:00 Anmeldung für die Abendklasse
17:00 - 18:30 Yogaklasse (2)
21:00 - 21:30 Anmeldung für die Abendvorlesung
21:30 - ??:?? Abend- bzw. Nachtvorlesung

Die Essenspausen sind relativ grosszügig bemessen, was mir persönlich wichtig ist. Es bleibt genug Zeit um nach der Klasse in den Pool zu springen und anschl. am Zimmer Essen zu kochen, evtl auch für ein kleines Schläfchen. Ein solches werd ich in nächster Zeit auch öfter mal halten, denn es ist damit zu rechnen dass uns Bikram in nächster Zeit nicht allzuviel Schlaf gönnen wird. Bereits letzte Woche hat er uns einmal bis 1:30 Uhr mit Yoga-Grundlagen beglückt, ein andermal mussten wir bis 03:30 Uhr morgens einen 3-stündigen Bollywoodfilm (bekanntermaßen eine seiner bevorzugten "Erziehungsmethoden") über uns ergehen lassen, bei dem ich jedoch schon nach 15 Minuten eingeschlafen bin... zum Glück hab ich einen aufblasbaren Nackenpolster mit dabei!

Die bislang 10 Yogaklassen selbst waren recht unterschiedlich. Bei der allerersten Klasse verliess gut ein Viertel der 430 Teilnehmer den Raum; mein persönlicher Meltdown kam nach der 3. Klasse, ich hielt zwar bis zum Ende durch, beim Verlassen des Raumes fühlte ich mich aber dem Kollaps nahe und geriet angesichts der grossen Traube an Trainees (wir müssen beim Verlassen des Raumes ein ziemlich langes Nadelöhr passieren) sogar ein wenig in Panik. Als ich dann endlich den "Auffangraum" erreichte, wurde ich mit Cola & Eis aufgepäppelt, dennoch hab ich mich anschliessend am Zimmer 3 Mal übergeben und die Abendvorlesung auslassen müssen. Auch am nächsten Tag war ich noch etwas gezeichnet, aber mittlerweile hab ich meine Ernährung etwas umgestellt (keine Milchprodukte tagsüber, vorzugsweise Suppe zu Mittag) und mich hoffentlich auch an die Bedingungen im Hotroom gewöhnt - im Gegenzug zu unseren Heimstudios wird hier kontinuierlich Heissluft in den Raum geblasen, und die Hitze kann speziell im Bereich der Schläuche trocken & unangenehm sein. Sobald wir einigermassen ins Schwitzen geraten, steigt wiederum die Luftfeuchtigkeit rapide an, was man dann als ziemlichen "shock to the system" empfindet. Im grossen & ganzen fühl ich mich aber recht wohl in dem Raum, auch der in den US-Studios übliche Teppich stört mich nicht allzusehr (ausser beim Triangle, da rutsch ich regelmässig drauf aus). Und selbst bei 450 Leuten im Raum hat man immer noch genügend Platz, so riesig ist der Raum... ich hoffe Euch nächste Woche ein paar imposante Fotos davon liefern zu können!

In der Zwischenzweit wünsch ich Euch allen Frohe Ostern! Während auf Eurer Seite des grossen Teichs der Osterhase wohl bereits die Eier versteckt, geniess ich jetzt erstmal den restlichen Sonntagabend und werde mich dem Klassiker "Autobiographie eines Yogi" von Paramahansa Yogananda widmen, welches ich von Robert Huber vor dem Training geschenkt bekommen habe (danke nochmal an dieser Stelle!). Jener Yogananda war übrigens der ältere Bruder von Bikram's Guru Bishnu Ghosh, also an guten Lehrern hat es Bikram nicht gemangelt... ich hoffe ich kann in 8 Wochen dasselbe behaupten! :-)

Montag, 18. April 2011

Out of the Bullpen, into the Hotroom!

After 2 years of more or less constant practice, my yoga journey takes on another chapter. I'm about to take part in the 37th Bikram Yoga Teacher Training in Los Angeles, California. The previous days in L.A. were always spent with something purposeful, like shopping, sightseeing, meeting other trainees, or getting organized in one way or the other. Yesterday, I didn't do much at all, except waiting for the training to start! It feels like it's been ages since i've been in a hotroom, i've done my fair share of sightseeing, i'm over the jetlag now... so i'm ready to go!

We had our orientation yesterday, with Jim Kallet (owner of the Bikram Yoga Old Town Studio in San Diego, and a veteran on the scene) introducing most of the staff we'll be spending our time with for the next 9 weeks (except for Bikram himself, who will appear today). It was pretty inspiring and made me even more eager to start. It seems like the entire Bikram Yoga Staff is very proud & happy to have the training back in L.A., after constantly changing the location for years. Jim said that Bikram had felt increasingly unhappy operating a "wandering circus" which was moving from hotel to hotel (past locations include: Acapulco, Hawaii, Las Vegas, Palm Springs & San Diego), with students having to practice in a huge white tent. Now it's back in L.A., which makes it easier & more accessible to most of the staff, including Bikram himself. The hotel might not be the prettiest of the lot, but according to Jim Kallet the Radisson staff went out of their way to create a worthy environment for the biggest teacher training to date (430 trainees have signed up). And most important, it has one strong asset: the 4.000 square feet "International Ballroom" on the 1st floor, which has been converted into the biggest hot yoga room in the world! After all, that's what we're here for: for the yoga, and not for the biggest pool or the nicest lobby. So, like bulls in a bullpen, we all can't wait for those doors to open, and to fill the room with our collective energy!

We all know it's going to be a demanding 9 weeks, and we have been prepared for that (as far as you can prepare for it), but it's also going to be a once-in-a-lifetime experience to be savoured & cherished. Everyone who i talked to and who's been to Teacher Training, seemed to have fond memories, no matter how hard it was. With many teachers, i even had the impression they wished they could do it all over again. According to Jim Kallet, we will forge lifelong friendships, and come out of it looking different, feeling different, and being different. We will go through both agony and ecstasy, but we will remember it as maybe the greatest thing we've ever been part of. I can't wait for things to start!

PS: Please be patient with me if postings, phonecalls or emails will be few & far between over the next few weeks. I'd like to post an update here each weekend, but as much as i'd love to keep everyone back home informed, this training is about me & my yoga practice, and everything else will have to take the back shelf for now. I'll quote Jim Kallet here: "Avoid getting involved in anything that can distract your attention from the training. These things include family, job, relationships, other people's dramas (including and especially your fellow trainees), and the outside world. Everybody will be going through tough times a lot emotionally, physically, mentally." Thanks for understanding & thanks for tuning in here nonetheless!

Samstag, 16. April 2011

First Impressions of L.A.

An airport hotel obviously isn't the best starting point to describe the vibe of a city, since they look pretty much the same everywhere. And i must say i was rather underwhelmed when i checked into room 1059 of the Radisson LAX Airport on the corner of Century & Sepulveda Boulevard in LA. But after a 12-hour-flight, and another 1.5 hours spent in customs, immigration & baggage claim, it's quite comforting to know that your hotel is only a few minutes away.

Of course you don't expect great views of an airport hotel room, and it's probably a good thing that the windows can't be opened, otherwise people might as well just jump out of them - and I sure had the blues when I arrived. Seemingly the first trainee at the hotel (I later found out two Swedish girls had been arriving the day before), I couldn't help but feeling lonely. Yes, the Radisson is probably a 4* facility, but it looks like it has seen better days. It's obviously been built in the 1980's (?) and looks kind of dated. But after being awake for 24 hours nonstop, that didn't bother me for very long as i feel asleep around 8pm.


Things started to look brighter the next day. I met my first fellow yoginis, Meini from Bavaria & Luciana from ... where the heck is she from? She's half-Brazilian, half-Italian, has a Spanish husband and lives in London (go figure). Anyway, the three of us got a little road map, and set out to explore the LAX area by foot. It didn't take long to spot the 1st Burger joint (the IN N OUT BURGER, a Californian franchise that is known for "sustainable" - yet pretty tasty - burgers and paying fair wages to their employees) and the next STARBUCKS outlet was just across the road. But more important, PANERA BREAD and TRADER JOE'S, 2 places that my girlfriend Kati had already been raving about back home, were also within eyesight, sitting right next to each other! :-)


After stocking up my food supplies (i didn't expect the RADISSON to provide great things for us) Meini & I decided to go to Downtown LA in the late afternoon. I had read that it's the commercial, cultural center & transportation hub of the city but pretty dead at nighttime (the nightlife happens elswhere, mainly in Venice or Hollywood). However, with Meini & me still being struck by jetlag, it seemed just like the right thing to do.


We took the "LAX Flyaway" shuttle bus downtown, had a burrito at El Pueblo de Los Angeles (a little pedestrian village where the city was founded) and looked at AMTRAK'S Union Station & City Hall. The area really seemed deserted, it was hard to believe we were actually in Los Angeles/California, the 2nd biggest city in the United States... this seemed a bit spooky, so we decided to head back to the hotel around 9 pm.

After spending some time at the hotel pool, welcoming my roomate Stephen (he's a great guy from Northern Virginia, close to Washington D.C.) and relocating to room 844 on Friday, i decided it was about time to see the Pacific Ocean on Saturday. I expected most trainees to arrive that day, and the lobby to turn into a beehive, so i thought it was a good day to get away from it all. I accidentally ran into the remaining Austrians in the lobby (there's 5 of us in total: Eva & me from Bikram Yoga Schottenring, Nora & Julia from Bikram Yoga College Lugner City, and Nelly from Linz who hasn't got a home studio, but a dedicated home practice) and we decided to take the trolley bus to Manhattan Beach together.


Manhattan Beach, according to LONELY PLANET, is one of those "all-American beachtowns" in the South Bay, along with Hermosa & Redondo Beach to the south. If i had had been blindfolded in Vienna & deported here, i would have still instantly recognized this place as California - it has that distinct "SoCal" vibe, nice shops & bars, and it was buzzing with weekend visitors. Homes come all the way down to the gorgeous white beach, which is the prime attraction here and paralleled by the South Bay Bicycle Trail. I decided to rent a bike and ride the trail up to Marina del Rey & Venice Beach, took my first dip into the Pacific, watched surfers, skateboarders & beach volleyball players go about their business, got a little tan for a start, and - to finish things off - had a drink in a bar full of handsome Californian Dudes & Chicks. And i even got a discount for the bike because I had to ride it back without a saddle all the way from Rockweiler State Beach... ;-)

Donnerstag, 14. April 2011

Message from the Dude


They call Los Angeles the "City of Angels".
I didn't find it to be that exactly,
but there are some nice folks there.
'Course I can't say I seen London,
and I never been to France.
And I ain't never seen no queen in her damned undies,
as the fella says.
But I tell you what:
after seeing Los Angeles,
and this here story I'm about to unfold,
I guess I've seen something every bit as stupifying
as you'd see in any of those other places
(and in English, too!)
so I can die with a smile on my face
without feeling like the good lord gypped me.

Dienstag, 12. April 2011

Sag zum Abschied leise "Servus"...


Ich hätte mir kein besseres Abreisedatum aussuchen können. Heute ist mein letzter Tag in Wien, und sämtliche Zeichen stehen auf Abschied. Meine Stimmung ist wechselhaft-trüb wie das Wetter, und an Tagen wie diesen fühle ich mich in meinen eigenen 4 Wänden eigentlich am wohlsten. So habe ich auch den ganzen Tag (mit Ausnahme eines letzten Abstechers zum Zahnarzt heute morgen) zuhause verbracht, und der Gedanke, schon bald mit knapp 500 Leuten aus aller Welt im Radisson LAX Airport Hotel gemeinsam in einem beheizten Bankettsaal zu schwitzen, während der Rest der Megastadt Los Angeles von der täglichen Verkehrshölle und Smogglocke erstickt wird, ist im Moment nicht gerade verlockend, wenn ich ins saftige Grün meines Gartens blicke...


Im CD-Player läuft heute vorwiegend schwer(mütig)e Kost von Gonzales, Kings of Convenience, Interpol oder Iron & Wine. Man könnte fast meinen ich freue mich gar nicht auf meine Reise. Seit Wochen wollte ich hier eine kleine Vorschau bzw. einen Überblick über meine Reisepläne posten, und wer mich in letzter Zeit getroffen hat, bekam vermutlich eine jener MOO MiniCards mit dieser Blog-Adresse in die Hand gedrückt, mit der ich meine Vorfreude kundtun wollte. Stattdessen herrscht Katerstimmung - sogar bei meinem Kater. Der hat nämlich - völlig entgegen seinem Naturell - den ganzen Tag noch nichts gegessen, liegt apathisch auf dem Bett, gibt seltsame Geräusche von sich, und macht einen kranken Eindruck. Ich hoffe er ist einfach nur ein bisschen traurig darüber mich nun länger nicht wiederzusehen, genauso wie ich es bin.


Meine Taschen sind grösstenteils gepackt - ich werde mit einem Trekkingrucksack & einem Rollkoffer unterwegs sein. Im Trekkingrucksack habe ich hauptsächlich mein gesamtes Campingzubehör verstaut: Outdoorbekleidung, Zelt, Schlaf- und Biwacksack, Isomatte, Campingkocher und -geschirr, Fernglas etc. Im Rollkoffer hab ich meine Wäsche, Yogasachen, Laptop, Toilettentasche, Bücher und sonstige Utensilien untergebracht. Ich hab' ziemlich wenig Kleidung mit - erstens aus Platzgründen, zweitens weil mir jeder davon vorschwärmt wie billig man in den USA tolle Klamotten kaufen kann, und drittens weil ich während meiner Yoga-Ausbildung in den nächsten 2 Monaten vorwiegend in einer Badehose rumlaufen werde. Da ich in dieser Zeit wohl auch kaum zum Lesen kommen werde, halte ich mich auch mit Reiseführern & -lektüre zurück, und werde diese teilweise später über Freunde "einfliegen lassen".


Die überraschende Nachricht, dass meine gute Freundin und Kletterpartnerin Renate beschlossen hat sich dauerhaft in Dubai niederzulassen, hat mich auch ein wenig nachdenklich gestimmt und über meine eigenen Beweggründe zu dieser Reise sinnieren lassen. Als Flucht vor dem Alltag würd ich es nicht bezeichnen, und Wien wird - schon aufgrund meiner tollen Familie & Freunde (davon hab ich mich erst vorgestern bei meiner Abschiedsfeier wieder überzeugen können) - immer meine "Heimat" bleiben. Ich sehe diese Reise eher als... ein letztes grosses Abenteuer vielleicht? Ähnlich wie bei meinem Surflehrer-Intermezzo in Griechenland kann ich nur erahnen was auf mich zukommt. Und ich muss realistisch sein: mit 35 werde ich heuer die Halbzeit des durchschnittlichen (männlichen) österreichischen Lebensalters erreichen, meine Schwester hat bereits 2 kleine Kinder, und laut meinem Zahnarzt muss ich mich in absehbarer Zeit auf Zahnersatz einstellen. Ich werde also nicht jünger. Neulich hab ich erschrocken festgestellt dass ich heuer gerade mal 4 Jahre jünger sein werde als meine Mutter bei der Geburt ihres letzten Kindes (meiner um 16 Jahre jüngeren Schwester Astrid)! Wenn sich also so eine Gelegenheit wie jetzt bietet, hab ich mir gesagt, dann muss ich sie beim Schopf packen.

Von einer Midlife-Crisis kann auch keine Rede sein, und falls doch, so ist mein bevorstehendes USA-Abenteuer wohl die beste Prophylaxe dagegen. In gewisser Weise ist es auch eine Reise in die Vergangenheit - während meiner Schulzeit, als ich mit grossem Enthusiasmus Baseball gespielt & verfolgt habe, war es ein grosser Traum von mir in die USA zu reisen. Später, als es während der Bush-Ära und aufgrund der Filme von Michael Moore zunehmend unpopulär wurde ein Anhänger der USA zu sein, habe auch ich mich ein wenig verächtlich vom Reiseland USA abgewandt. In den letzten 2 Jahren hat es sich dann aber wie von selbst ergeben, dass mein altes USA-Fieber wieder Feuer gefangen hat, und endlich bietet sich auch die Gelegenheit ein paar Freunde zu besuchen die ich im Lauf der Jahre drüben gemacht habe.

Obwohl er den Amerikanern mitunter ein vernichtendes Zeugnis ausstellt, bezeichnet Bikram Choudhury die USA als "the greatest country in the world". Und wenn man ein wenig über den Tellerrand von Fast Food, Raubkapitalismus, schlechtem Bildungswesen & Kriminalität hinausblickt, stimmt das vermutlich auch. Im Jahr 3 nach Obama ist es jedenfalls immer noch eine sehr aufregende Zeit in die USA zu reisen, wie schon mein alter Kumpel Robert während seiner Weltreise am Höhepunkt des "Obama-Fiebers" im Herbst 2008 festgestellt hat. Und so sehe ich dieses halbe Jahr als viel mehr als nur einen Urlaub - es ist berufliche Aus- und persönliche Weiterbildung, Standortbestimmung, Individualreise & lange gehegter Traum in einem! (daher auch die Bildungskarenz *g*) Ich hoffe ich kann Euch in meinen Einträgen aus dem "Land der unbegrenzten Möglichkeiten" ein wenig von diesem Abenteuer vermitteln!

Und siehe da, nach Fertigstellung dieses Eintrags hat sich nicht nur meine Stimmung wieder aufgehellt, ich kann es nun kaum erwarten vom Bett aufzustehen und meine Koffer fertig zu packen...

Samstag, 2. April 2011

The Endless Summer Vol II, track-by-track


Fellow blogger Kendall Wondergem (a.k.a. „The Grateful Yogini“) tried to characterize herself in terms of musical genres a while ago. While i haven’t really figured out how to describe myself that way, the following tracklist might just be my answer. For a few years now, I’ve been giving away self-compiled samler CD’s each Christmas, usually to people who had a significant impact on my life during that year, and filled with songs that bring back some good memories.

This year, i've been taking my sampler on the road and given it to people who helped me on my epic American adventure - fellow yogis from Bikram Yoga Teacher Training, old American friends i reconnected with, and couchsurfing hosts who provided me with much more than just a place to crash. Fitting the occasion of a 6-month-sabbatical in the US, this year's sampler has become my longest so far, filled with 33 songs and 2 hours of music by (almost exclusively) American bands. For all those who have received or will receive a copy, here’s why each track landed on the CD!

1. Millionaire – QUEENS OF THE STONE AGE
QOTSA record in the mysterious „Rancho de la Luna“ studios, which are located somewhere in the heart of Joshua Tree National Park, the first of 10 parks on my 2-week National Park Loop. The intro to this song (the opener of their successful „Songs for the Deaf“ album) with its fake „KLON Los Angeles“ radio DJ makes it the perfect track to start our road trip into the Mojave Desert. And hey, maybe we can even find the studio and hang out for a few beers & tequilas on the porch!

2. Screaming Eagle – DESERT SESSIONS
Another Rancho de la Luna gem, featuring Josh Homme and late KYUSS members cranking up the volume like during one of their famous "Desert Sessions" around Palm Springs (where they would create a cult following by dragging their generator-powered amps out into the surrounding desert and jamming away until dawn). KYUSS were known for their bulldozer-like instrumentals, with Josh Homme usually driving his guitar through a bass amp. Listening to the song, I can almost see that „screaming eagle“ floating through the Canyons against a red sandstone backdrop while we’re making our way into Monument Valley…

3. Full Clip – GANG STARR
Hip Hop is maybe the first thing that comes to mind when you think of contemporary American music. Videos with thugs, jewellery, bouncing cars (and boobs) are all over European music channels these days, and although i find them lame, it was pretty clear from the start that rap music had to be on my sampler, too. Keith Elam, a.k.a. GURU, who passed away with cancer a few years ago, not only is the man responsible for the the legendary JAZZMATAZZ records; his duo GANG STARR was (and still is, even after his sad demise) one of the most respected HipHop outfits the country has ever produced.

4. White Trash Beautiful – EVERLAST
To the surprise of many, Former House of Pain frontman Everlast managed to successfully merge his Hip-Hop background with his love for folk music, exchanging the Mic for a steelstring guitar. His first solo record Whitey Ford Sings The Blues (featuring the radio hit „What it’s like“) impressed critics & fans alike. While his follow-up LP White Trash Beautiful failed to be equally successful, its title track still is a catchy tune oozing that same street-credibility.

5. Beverly Hills – WEEZER
Rivers Cuomo and his fellow geek-rockers sing about feeling out of place in the high-end neighborhood of Hollywood (their video even features a funny guest appearance of Mr. Playboy Hugh Hefner). As an Austrian generation X slacker on a yoga course in Los Angeles, I can certainly relate to this song. I hope we have as much fun there as Weezer obviously had when shooting the video.

6. L.A. – ELLIOTT SMITH
Another song about LA and another tribute to a dead artist. Elliott Smith had his 15 minutes of fame when his song „Miss Misery“ was nominated for the „Best Song in a film“ Oscar (losing, of course, to Celine Dion’s „Titanic“ theme) and his live performance during the Oscar ceremony, dressed in a white suit and only with his acoustic guitar in hand, remains a youtube favourite. I can almost see him humming the unusually bright, beatle-esque „LA“ as he walks the sunny streets of Los Angeles, perfectly blending in with the street bums that often appeared in his bittersweet songs.

7. Dani California – RED HOT CHILI PEPPERS
The quintessential LA band who started out in Fairfax High School in the 80’s, only to become maybe THE single most successful alternative rock band on the planet. With the band logo (an asterisk) on my wrist, a must on my USA sampler. Apparently, Dani California is the same girl that already appeared in their hit song Californication years earlier. Anthony Kiedis‘ name-dropping of places and US states fitted the idea of my journey (although, contrary to Dani, i hope to „make it up to Minnesota“), and the song features, in my humble opinion, one of the greatest outro guitar solos ever by John Frusciante.

8. Believe In What You Want – JIMMY EAT WORLD
Before „Emo-Rock“ was associated with young kids wearing black clothes and heavy makeup, this band from Mesa/Arizona defined the genre with their driving, emotional rock songs. „Believing in what I want“ was also crucial in signing up for Bikram Yoga Teacher Training and planning my sabbatical, so this kick-ass song is prone to send shivers down my spine and have me sing along out loud while we’re driving through the Arizona Deserts.

9. This Town – FIREWATER
This cover of Frank Sinatra’s classic appeared on Firewater’s collection of covers aptly titled "Songs we should have written". Of course it’s about New York, but frontman Tod Ashley (who himself is from Brooklyn) describes it in his booklet as a song „for anybody with a love/hate relationship with his home town“. Firewater have always been a personal favourite, and Tod A.‘s distinct rock voice feels just as home in this crooner classic.

10. Never Know – JACK JOHNSON
Known as the handsome surf pro who happens to play acoustic guitar, Jack Johnson is often overlooked for his surprisingly introspective lyrics and his impact as an environmental activist. He may be from Hawaii, but his gentle and relaxed guitar pop works just as nice on a San Diego wave, I suppose.

11. Big Sur – THE THRILLS
5 Irish lads paying hommage to the California Sound. Conor Deasy and his bandmates travelled through California and recorded what is almost a concept album in „So much for the city“, of which every single track (with fitting names such as „Santa Cruz“ or „Hollywood Kids“) could feature on this sampler. „Big Sur“ is no exception, a tune that is definitely gonna run on our old campervan's stereo, when my girlfriend & i are gonna cross that rugged piece of Pacific Coastline south of San Francisco.

12. Santa Fe – MAPLEWOOD
Another band of grown-up hippies (featuring Nada Surf drummer Ira Elliott) cultivating the West Coast Sound that i’ve had the joy of meeting personally after a gig in Vienna a couple of years ago. Santa Fe is another place i intended to visit, famous for its unique pueblo architecture, rich Hispanic heritage and colourful, historic downtown. Of course i never imagined i would be working in the parking lot of Santa Fe's annual Gay Rodeo... one of the most hilarious surprises on my trip.

13. Crystal Frontier – CALEXICO
Named after a border town of the same name, and based in Tucson/Arizona, Calexico are an obvious choice on a soundtrack for the American Southwest, with their cinematic sound and Mariachi elements in their music. Many of their songs are inspired by Mexican culture and life in the border region, and their video to „Crystal Frontier“ includes many fascinating snapshots of Tucson and the surrounding Sonora Desert, where i spent an entire week of my trip. I had already seen Calexico live 4 times in Austria, and added 2 more shows in the US, #5 in a beautiful amphiteatre in Saratoga, and #6 upon my arrival in Sacramento, even meeting singer/guitarist Joey Burns after the gig. I can truly say that Calexico have been the soundtrack of my life over the last 10 years (my first gig was in 2001). There's no other band i've seen that often, and each gig (always with different companions) has been memorable!


14. Tres Delinquentes – DELINQUENT HABITS
Another excursion into HipHop, this song was a radio favourite in the 90’s when Hip-Hop began to embrace Hispanic culture (or vice versa). I remember first hearing it on a hip-hop show on FM4, Austria's alternative music channel, which had just been born around that time. It may be the first popular song in Spanglish, and so it came as no surprise that i heard it again in Los Angeles, when i visited an LA Dodgers Baseball game - it was played in Dodger Stadium, each time the home team's star slugger Andre Ethier stepped up to the plate.

15. Welcome To Tijuana – MANU CHAO
Sex, Drugs & cheap booze are what attracts most visitors to cross the border from San Diego into Tijuana, Baja California’s northernmost city... and cheap dentists! While drug-related violence kept many tourists away in recent years, i still made it to Tijuana and even got a root-canal treatment done there. After the treatment, we played pool in a Tijuana poolhall, went for street Tacos, and browsed through the streets & stripclubs on our way back to the border. I've only been there for a few hours, but i feel like i can really connect to that song now. :)


16. Icky Thump – THE WHITE STRIPES
Detroit native Jack White, the extroverted half of The White Stripes, has not only garnered huge commercial succes and a worldwide cult following, but also given bluesrock a whole new twist and popularity. Recently impressed by their tour film „Under Great White Northern Lights“ at the Viennale film festival in 2010, i decided to use „Icky Thump“ for this soundtrack, since it provides a fitting transition from Mexican Mariachi music to Southwestern blues rock, as i’m cutting from New Mexico into El Paso/West Texas for some climbing at Hueco Tanks State Park.

17. Born To Rock – BRANT BJORK
Former KYUSS Drummer and Stoner Rock legend Brant Bjork has earned himself a loyal fanbase with what he calls the „brown sound“, a laid-back and marijuana-flavoured riff-rock. „Born to Rock“ is the longest track on this sampler, and the title says it all.


18. Long Line Of Cars – CAKE
Hailing from California’s state capital Sacramento (the last Californian city i visited, before heading up to the Pacific Northwest) this band is instantly recognizable by its specific sound (which mixes such diverse styles as rock, funk, jazz, rap & country) and the voice of singer John McCrea. An obvious pick on this sampler – it’s unlikely to find a cooler song on the dull subject of Californian traffic jams.

19. Missing Link – DINOSAUR JR. & DEL THA FUNKY HOMOSAPIEN
The 90’s were a great time to grow up musically. „Judgement Night“ with Emilio Estevez (brother of the more-than-ever-fucked-up Charlie Sheen) might have been a pretty crappy film, but the idea of pairing some of the decade’s most influental HipHop & Rock bands (Slayer & Ice-T, Helmet & House of Pain, Sonic Youth & Cypress Hill, to name just a few) to collaborate on the soundtrack was not only a great idea on paper, it also lived up to expectation. Seattle’s Dinosaur Jr. & Oakland’s Del Tha Funky Homosapien maybe weren’t the most well-known band names on the sleeve, but „Missing Link“ is clearly the hidden gem and arguably best song on the album.

20. Everybody’s Gotta Live – ARTHUR LEE
Another tribute to a dead artist and the first of a few „evergreens“ on this compilation, picked from Arthur Lee’s 1971 solo debut „Vindicator“, the closest thing you will ever find to a Jimi Hendrix record (as far as i know, Hendrix was even involved in the recording process). Similar to Hendrix, Arthur Lee was a superb Afro-American musician & vocalist ahead of its time. Unfortunately his lyrics in this song became all too true in 2002, with Arthur Lee succumbing to cancer. But his legacy continues to inspire other musicians, as evident in Calexico’s superb cover of „Alone again or“.

21. Just Dropped In - KENNY ROGERS & THE FIRST EDITION
This catchy psychedelic rock song has become inextricably linked to the movie THE BIG LEBOWSKI, where it served as the musical backdrop for Jeff Bridges' bowling-infused dream, where (amongst other things) he was handed a pair of bowling shoes by Saddam Hussein. "The Big Lebowski" also opened up my trip to the US - it was screened on my plane to Los Angeles...

22. Easy To Be Hard - THREE DOG NIGHT
Taken from David Fincher's ZODIAC, one of my favourite films in recent years, which i also loved for its great & diverse soundtrack. The movie opens with this song, as the camera glides through a street of Vallejo/CA, during the Independence Day fireworks. Most of the movie plays in San Francisco however, and since i watched the 4th of July fireworks on a balcony in San Francisco's North Beach district, it fits right in here. Due to Zodiac, many places in San Francisco felt oddly familiar, even the ominous street corner of Washington & Cherry outside the Presidio Park, where the Zodiac killer shot a taxi driver back in the late 60's.


23. Breakdown – TOM PETTY & THE HEARTBREAKERS
Ever since Tom Cruise rode that ragtop cabrio in Jerry Maguire, singing his guts out to Free Fallin‘ over the car stereo, Tom Petty got rediscovered in Europe, even by people who were not familiar with his 80’s recordings. The cutting sound of his Fender Telecaster has certainly made an impression on me (i guess that's why i bought one myself this year) and nowhere is it more evident than in the catchy lead riff of „Breakdown“, my favourite Tom Petty song.

24. Walk Away – TOM WAITS
I must admit i’m neither an expert on Tom Waits, nor do i own any of his records (not even Swordfishtrombones, the classic everyone agrees upon) but there’s certainly something very American about this journeyman who mainly sings about losers, druggies, hookers or – in this case – criminals on death row (the song appeared on Dead Man Walking, another superb 90’s soundtrack). In fact, he might just be the most important US underground musician, who stays clear of the mainstream. Known mainly for his unusual percussion sounds and smoky, rasping voice „Walk Away“ proves that he also knows how to write a catchy tune.

25. Rock & Roll Records – J.J. CALE
Despite being idolized & covered by musical heavyweights such as Carlos Santana, Mark Knopfler or Eric Clapton, and even being credited with creating his own genre, the Tulsa Sound, (a laid-back melange of Country, Blues, Jazz & Rock) Cale’s legs always remained firmly planted to the ground, not tripping over the commercial or personal trappings of rock’n’roll fame. Though I won't make it all the way to Oklahoma, Cale’s groovy and wonderfully restrained music will certainly be on my playlist in the American Southwest.

26. Man Of Constant Sorrow - THE SOGGY BOTTOM BOYS
The Coen Brothers are known for their taste of music and great choice of music in their films. "Oh Brother Where Art Thou" (2000) is no exception, with its blues/bluegrass/country soundtrack, that featured George Clooney as a member of the "Soggy Bottom Boys" actually performing this old country classic in the film (of course he was only lip-synching in the film, the voice actually belongs to country singer Dan Tyminski). I'm not planning to the travel into the Bible Belt, but i have a soft spot for country music and felt there need to be at least one up here.


27. Washington – SARAH HARMER
Realizing that i hadn’t put a single female musician on my sampler, i quickly turned to Sarah Harmer, who‘s probably my favourite female singer/songwriter these days. OK, she’s Canadian, but she sings about not having gone to Washington (whether the state or the city, i don’t know) and instead „having wiped the floor“. Well, i’d have no problem wiping the floor of some yoga studio, but i do hope to get to Washington (the state!), for some serious backcountry hiking on the Olympic Peninsula!

28. Gone For Good – THE SHINS
One of the earliest tracks I chose, since The Shins are not only from New Mexico’s state capital Albuquerque (where I’m expecting to pass through) but also one of my favourite contemporary American indie rock bands. At a time when the term Indie Rock started to become more of an insult than an accolade, The Shins managed to retain all the qualities we loved about Indie Rock in the 90’s, its raw energy and sweet melodies. James Mercer looks like Kevin Spacey’s twin brother, and he seems to have just as much talent. Gone for Good, with its melancholic country-twang, reminds me that every relationship, every CD, and every epic trip must come to an end…

29. Caught In The Rain – PRESTON SCHOOL OF INDUSTRY
While the Preston School Of Industry apparently is a reform school outside of San Francisco, the band of the same name is led Scott Kannberg (better known under his moniker Spiral Stairs), co-founder of the 90’s indie-rock band Pavement. Although Kannberg might lack the indie-rock-fame, handsome looks & commercial success of his his former partner Stephen Malkmus, he proves to write the catchier tunes, always well-hidden behind a thick layer of Telecaster noise, which is why you will never hear this on commercial radio. „Caught in the rain“ is a sweet indie pop tune , that might just cheer me up when I’m caught in the rain of the Pacific Northwest!

30. Decatur – SUFJAN STEVENS
Once claiming to write an album for each of America’s 52 states, multi-instrumentalist Sufjan Stevens has apparently lost interest in the task, leaving us only with Greetings from Michigan and the brillant Come and feel the Illinoise, which dazzled the listener with its eclectic instrumentation, wide range of song topics (UFO sightings, bone cancer, a mass murderer, US Warfare, and Abraham Lincoln, to name just a few), and ridiculously long song titles. Decatur (its full title actually being „Decatur, or: a Round of Applause for Your Stepmother!“) is a remarkable little piece of music about a pretty unremarkable city in Illinois. It grabs your attention with not much more than a simple Banjo riff and some great vocal harmonies. As someone suggested on the web, the city of Decatur should probably consider giving an award to Sufjan, simply for writing a song about it.

31. Pneumonia – FOG
FOG’s music is (or rather: was, the band has meanwhile disbanded) produced largely by Andrew Broder from Minneapolis/Minnesota, combining traditionally performed instruments and turntable-derived samples. I still remember hearing that song on the radio and being stunned by the fusion of acoustic guitar and turntables. Since my „Endless Summer“ shall end by crossing the northernmost part of America (Montana, North Dakota, Minnesota & Wisconsin) with the long-distance train from Seattle to Chicago, it also made perfectly sense to include this song towards the end, with its cold, electronic feel and depressive title & lyrics. I only spent about 20 minutes in Minneapolis (during a service stop of my AMTRAK train) on a windy mid-September morning, but i caught a glimpse of how awfully harsh the winters up there must be.


32. You Were The Last High – DANDY WARHOLS
Looking for another song featuring electronic elements, but trying to end on a more upbeat note, i rediscovered this song by The Dandy Warhols (actually written by Evan Dando, according to the liner notes) who originate from Portland, my gateway to the Pacific Northwest. I've actually seen them live in Vienna a couple of years ago and still remember some of the obnoxious stage banter by frontman Courtney Taylor-Taylor. Although their album Welcome To The Monkey House marked a surprising departure from guitar-driven psychedelic rock to electro-pop, „You were the last High“ proves that this didn’t keep the band from writing catchy tunes.

33. Via Chicago – WILCO
I’ve been to 2 impressive live shows last year: one was a Pearl Jam gig in Berlin in the summer, and the other one was Wilco’s first gig in Vienna in early October. I bought the ticket on short notice, not knowing the band very well, and it turned out to be a crucial decision in more than one way: first, it made me an instant fan of Jeff Tweedy & his band - i don’t think i ever got more musical value for 24 EUR (the beer at the Gasometer was stale, though, but that’s not Wilco’s fault). 2nd: with my return flight booked from Chicago on October 16, there couldn’t be a better line than „I’m coming home via Chicago“ to close this compilation.